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Hensoldt und Renk folgen Rheinmetall – Korrektur der Rüstungswerte beendet?

Hensoldt und Renk folgen Rheinmetall – Korrektur der Rüstungswerte beendet?
Foto: Renk, Daniel Karmann/picture alliance/dpa, Hensoldt
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02.12.2025, 13:35 ‧ Martin Mrowka

Die Aktien von Panzergetriebe-Hersteller Renk, Militärgüter-Riese Rheinmetall und auch Sensorik-Spezialist Hensoldt sind in den vergangenen Wochen deutlich von ihren Rekordhöhen zurückgekommen. Als einer der Gründe gelten die Friedensbemühungen um die Ukraine. Mittlerweile haben sich die Bewertungen relativiert, eine Bodenbildung ist absehbar. 

Während sich das Jahr 2025 dem Ende zuneigt, hat das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri seinen Bericht für 2024 veröffentlicht. Demnach haben die 100 größten Waffenhersteller ihre Erlöse aus Rüstungsgütern und Militärservices währungsbereinigt um 5,9 Prozent auf insgesamt rund 679 Milliarden Dollar gesteigert (DER AKTIONÄR berichtete). Auslöser waren vor allem die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen, wachsende geopolitische Spannungen und steigende Verteidigungsetats. 

Die vier aufgeführten Konzerne aus Deutschland erzielten dabei zusammen einen Umsatzsprung um satte 36 Prozent auf nunmehr 14,9 Milliarden Dollar. Ein wesentlicher Grund dafür war laut Sipri die mit der russischen Bedrohungslage verbundene Nachfrage nach bodengestützten Luftabwehrsystemen, Munition und gepanzerten Fahrzeugen.

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall legte dabei besonders kräftig um 47 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Dollar zu. Damit kletterte der Konzern in der Auflistung sechs Plätze nach oben und rangiert nun auf Platz 20. Auch Thyssenkrupp (Rang 61), Hensoldt (62) und die nicht börsennotierte Diehl (67) erzielten allesamt zweistellige Umsatzsprünge, womit sie ebenfalls jeweils mehrere Plätze nach oben rutschten. Airbus (Platz 13), MBDA (30) und KNDS (42) werden von Sipri nicht als deutsche, sondern als transeuropäische Konzerne eingestuft. 

Im laufenden Jahr dürften alle erwähnten Unternehmen ihre Umsätze weiter gesteigert haben. Die Aktien von Airbus, Rheinmetall, Hensoldt und auch die nicht unter den Top 100 geführte Renk Group hatten im Herbst neue Rekordhöhen markiert und sind dann in eine Konsolidierung übergegangen. Diese dürfte allmählich zu Ende gehen... 

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