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Rheinmetall erstmals in den Top 20

Rheinmetall erstmals in den Top 20
Foto: NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa
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Marion Schlegel 01.12.2025, 07:11 Marion Schlegel

Die Aktie von Rheinmetall kämpft nach der Korrektur in den vergangenen Wochen derzeit mit der Marke von 1.500 Euro. Am Freitag ist als schwächster Wert des Tages im deutschen Leitindex DAX mit einem Minus von mehr als drei Prozent wieder darunter zurückgerutscht. Das Umfeld für Rüstungswerte bleibt aber weiter stark.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Trotz globaler Krisen meldet das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri den höchsten Branchenumsatz aller Zeiten. Die 100 größten Waffenhersteller steigerten 2024 ihre Erlöse aus Rüstungsgütern und Militärservices währungsbereinigt um 5,9 Prozent auf rund 679 Milliarden Dollar. Auslöser sind vor allem die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen, wachsende geopolitische Spannungen und steigende Verteidigungsetats. Viele Anbieter reagierten mit Kapazitätsausbau, größeren Werken, neuen Töchtern und Zukäufen.

Europa (ohne Russland) legte kräftig zu: Die 26 gelisteten Unternehmen steigerten den Umsatz um 13 Prozent auf 151 Milliarden Dollar. Treiber war die Nachfrage nach bodengebundener Luftverteidigung, Munition und gepanzerten Fahrzeugen – besonders sichtbar in Deutschland. Die vier hiesigen Konzerne erhöhten ihre Einnahmen um satte 36 Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar. Rheinmetall sprang um 47 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Dollar und kletterte in der Rangliste um sechs Plätze auf Position 20. Auch ThyssenKrupp (61), Hensoldt (62) und Diehl (67) verbuchten zweistellige Zuwächse. Airbus (13), MBDA (30) und KNDS (42) führt Sipri als transeuropäische Konzerne.

Kritik kommt von Greenpeace: Während Umsätze US-amerikanischer Anbieter nur moderat zulegten und in China sogar sanken, wachse Europa zum Hotspot der Aufrüstung.

Die derzeitigen Friedensbestrebungen beim Russland-Ukraine-Krieg belasten aktuell die Rüstungswerte, an den langfristigen starken Aussichten ändert dies jedoch nichts. Denn das Bewusstsein für autarke Verteidigung wird dadurch nicht verfliegen. Anleger bleiben bei der Rheinmetall-Aktie weiter investiert.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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