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Rheinmetall: Verhandlungen über Ukrainekrieg – das ist geplant

Rheinmetall: Verhandlungen über Ukrainekrieg – das ist geplant
Foto: NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa
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Marion Schlegel 28.11.2025, 07:10 Marion Schlegel

Die Aktien der Rüstungsunternehmen um Rheinmetall & Co bleiben weiter im Blickfeld. Am Donnerstag hat die Aktie von Rheinmetall nach der Korrektur zuletzt wieder zulegen können. Als viertstärkster Wert des Tages im DAX ist das Papier aus dem Handel gegangen. Im Blickfeld bleiben die Entwicklungen im Russland-Ukraine-Krieg.

Wolodymyr Selenskyj kündigt für die kommende Woche Spitzengespräche über ein mögliches Kriegsende an. Details nennt der ukrainische Präsident nicht, betont aber, dass in Kiew „ein solider Boden“ für die Verhandlungen vorbereitet werde. Im Raum steht nach US-ukrainischen Beratungen in Genf ein weiteres Treffen mit US-Präsident Donald Trump. Beide Seiten signalisieren weitgehende Einigkeit, offene Punkte könnten die Zukunft der russisch besetzten Gebiete betreffen. Die Abstimmung mit Washington soll bereits am Wochenende weiterlaufen; Teams beider Länder wollen die Genf-Ergebnisse zu einem Pfad Richtung Frieden und Sicherheitsgarantien verdichten.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Parallel plant Trumps Sondergesandter Steve Witkoff eine Moskau-Reise. Wladimir Putin bestätigt einen Termin und unterstreicht seine Position: Voraussetzung für eine Waffenruhe sei die volle russische Kontrolle über Donezk und Luhansk. Die Ukraine müsse sich zurückziehen, sonst werde Moskau dies militärisch erzwingen. Auch Trump hat vorgeschlagen, Kiew solle diese Regionen räumen; Kiew lehnt ab. Zugleich spricht Putin Selenskyj nach Ablauf der Amtszeit die Legitimation ab und fordert international anerkannte Entscheidungen „zentraler Akteure“.

Der Kreml verlangt die Anerkennung seiner Eroberungen und warnt, jeder Rückeroberungsversuch gelte als Angriff auf russisches Staatsgebiet. In einem ersten US-Entwurf war lediglich die Anerkennung der faktischen, nicht der rechtlichen Kontrolle erwähnt. Putin zeigt sich gleichzeitig bereit, den Verzicht auf einen Angriff gegen Europa schriftlich festzuhalten, was er seinen Aussagen zufolge aber ohnehin nie vorhatte.

Sollte es tatsächlich zu einem Frieden in der Ukraine kommen, könnte dies Rüstungsaktien zwar kurzfristig belasten, an den langfristigen starken Aussichten ändert dies jedoch nichts. Denn das Bewusstsein für autarke Verteidigung wird dadurch nicht verfliegen. Anleger bleiben bei der Rheinmetall-Aktie weiter investiert. Charttechnisch wäre die Rückeroberung der 200-Tage-Linie ein wichtiges positives Signal.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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