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Rheinmetall: Stabilisierungsversuch nach Korrektur

Rheinmetall: Stabilisierungsversuch nach Korrektur
Foto: pa/ dpa/ Rubert Oberhäuser
Rheinmetall AG -%
Marion Schlegel 27.11.2025, 07:01 Marion Schlegel

Die Aktien der Rüstungswerte konnten am Mittwoch wieder etwas zulegen. Unter den drei großen deutschen Werten Rheinmetall, Hensoldt und Renk konnte sich Rheinmetall am stärksten entwickeln. Knapp zwei Prozent ging es bei der Aktie wieder nach oben. Damit konnte die Aktie wieder in den seit einigen Monaten ausgebildeten Seitwärtstrendkanal zurückkehren.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Derweil konnte Rheinmetall einen weiteren Auftrag vermelden. Rheinmetall hat von einem NATO-Mitglied einen umfangreichen Auftrag für sogenannte HERO-Kamikazedrohnen erhalten. Der Vertrag umfasst mehrere Hundert Systeme mit einem Gesamtwert im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Die Auslieferung startet Anfang 2026 und soll bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein. Produziert werden die Systeme in Italien bei der Rheinmetall-Tochter RWM Italia in Zusammenarbeit mit UVision Air.

Die bestellten HERO-Modelle verfügen über modernste Panzerabwehr-Sprengköpfe aus Rheinmetall-Entwicklung. In der italienischen Fertigung laufen derzeit drei Varianten vom Band: die tragbare HERO 30 für den Infanterieeinsatz, die HERO 120 für präzise Angriffe auf gepanzerte Fahrzeuge und die HERO 400 für Ziele in größerer Entfernung. Mehrere europäische NATO-Staaten setzen bereits auf diese Systeme.

Rheinmetall baut damit seine Position im Bereich unbemannter Waffensysteme weiter aus. Neben der HERO-Reihe gehören auch Aufklärungsdrohnen wie die LUNA NG sowie Partnerschaften mit Konzernen wie Lockheed Martin, Anduril und Auterion zum Portfolio. Parallel treibt der Konzern Technologien zur Drohnenabwehr voran – von Erkennungssystemen über Störsender bis hin zu Laser- und Kanonenlösungen wie dem „Skyranger“.

Die Aktie von Rheinmetall ist im späten Handel auf Tradegate wieder über die Marke von 1.500 Euro zurückgekehrt und damit in den seit einigen Monaten ausgebildeten Seitwärtstrendkanal. Ein weiteres positives Signal wäre der Sprung über die 200-Tage-Linie bei gut 1.600 Euro. Insgesamt hat sich an den langfristigen Wachstumsaussichten für das Rheinmetall-Geschäft nichts geändert. Langfristig bleibt die Aktie von Rheinmetall der Favorit aus dem Trio.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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