Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
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05.05.2022 Thomas Bergmann

Update: Euphorie verfliegt – DAX im Minus

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DAX

Der DAX büßt am Donnerstagnachmittag immer mehr von seinem Schwung im frühen Handel ein. Beruhigende Aussagen der US-Notenbank zum weiteren Verlauf der Zinswende in den USA hatten den deutschen Leitindex zunächst über 14.300 Punkte getrieben. Doch zuletzt liegt er nur noch knapp oberhalb von 14.000.

"Die Anleger zeigen sich erleichtert darüber, dass die US-Notenbank das Tempo bei der Zinswende im Jahresverlauf nicht weiter anziehen will. Die Angst war groß, dass sie angesichts ihres Bestrebens, die Inflation zu bekämpfen, keine Sensibilität hinsichtlich einer konjunkturellen Abschwächung zeigen könnte", erklärte am Morgen Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets das starke Plus. Die Fed hatte am Vorabend wegen der hohen Inflation den Leitzins wie erwartet um 50 Basispunkte angehoben. Entgegen einigen Befürchtungen am Markt betonte Fed-Chef Jerome Powell aber, dass noch größere Zinsschritte derzeit nicht in Erwägung gezogen würden.

Von der Anfangseuphorie ist mittlerweile nicht mehr viel übrig. Das geopolitische Umfeld mache es den Investoren schwer, in den Euphorie-Modus zu wechseln, sagt Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect. Der DAX liegt eine halbe Stunde nach Handelsauftakt an der Wall Street nur noch bei 14.040.

DAX (WKN: 846900)

Der nächste Versuch, aus dem seit Januar gültigen Abwärtstrend auszubrechen, scheint somit erneut zum Scheitern verurteilt. Dafür hätte der DAX über 14.260 schließen müssen. Mittlerweile droht er sogar unter den GD50 bei 14.103 abzugleiten. Sollte der DAX erneut unter 14.000 fallen, wäre das ein weiteres Verkaufssignal.

Dass der DAX seine Tagesgewinne nahezu komplett wieder abgegeben hat, ist kein gutes Zeichen. Allerdings ist die Entwicklung in der Ukraine auch nicht gerade förderlich für steigende Kurse. Am besten bleiben Anleger im DAX neutral.

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