Das Financial Stability Board (FSB) wartete am Mittwoch mit einer massiven Warnung auf. Demnach haben die Verwundbarkeiten im globalen Repo-Markt (Volumen: gut 16 Billionen Dollar) deutlich zugenommen. Die Aufsichtsbehörde wies dabei auf mehrere Schwachstellen hin, die Risiken für das weltweite Finanzsystem darstellen könnten. Dazu zählen Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage sowie eine hohe Konzentration von Kreditnehmern, Kreditgebern und Intermediären. Dies erhöht gemäß der Aussage des FSB die Wahrscheinlichkeit von finanziellen Schwierigkeiten mit potenziell marktstörenden Auswirkungen.
Wichtig: Mithilfe des Repo-Marktes leihen sich Großbanken gegenseitig über Nacht Geld – es handelt sich also um überlebenswichtigen „Schmierstoff“, der das Banken- und Finanzsystem am Laufen hält. Zuletzt stiegen die Repo-Sätze allerdings wiederholt über die von der US-Notenbank festgelegte Fed Funds Rate. Die Finanzkonzerne misstrauen sich also gegenseitig, die Kreditkosten verteuern sich und die Liquidität nimmt spürbar ab.
Ranghohe Banken- und Notenbankenvertreter haben sich daher bereits Ende 2025 zu einem Krisentreffen bei der New York Fed zusammengefunden. Im Rahmen der neuen Warnung hob das FSB unter anderem auch die Repo-Krise ab September 2019 als mahnendes Beispiel hervor, die wenig später zum „Corona“-Aktiencrash führte. Im Aktien-Report „The Big Short“ beschreiben Golo Thomas Kirchhoff und ich weitere spannende versteckte Hintergründe.
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