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17.03.2021 Nikolas Kessler

Bitcoin: Morgan Stanley sorgt für Paukenschlag

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Bitcoin

Die US-Investmentbank Morgan Stanley öffnet sich als erstes großes Wall-Street-Institut für Kryptowährungen. Laut einem Medienbericht sollen ausgewählte Kunden Zugang zu drei Bitcoin-Fonds erhalten. Zwar gibt es dabei hohe Hürden, doch der Schritt hat großen Symbolcharakter.

Wie CNBC am Mittwoch exklusiv und unter Verweis auf ein internes Memo an die Finanzberater von Morgan Stanley berichtet, erhalten ausgewählte Kunden der Bank künftig Zugang zu Fonds, die den Besitz von Bitcoin und die Partizipation an dessen Kursentwicklung ermöglichen.

Dabei soll es sich um den Galaxy Bitcoin Fund und den Galaxy Institutional Bitcoin Fund der Krypto-Bank Galaxy Digital von Ex-Goldman-Sachs-Partner Mike Novogratz handeln. Dritter im Bunde ist der FS NYDIG Select Fund, den der Vermögensverwalter FS Investment in Kooperation mit der Krypto-Firma NYDIG auflegt.

Hohe Hürden für Investoren

Um bei Morgan Stanley in Bitcoin-Produkte investieren zu können, hat die Investmentbank strenge Voraussetzungen festgelegt. So richtet sich das Angebot zunächst nur an sehr wohlhabende Kunden mit einer „aggressiven Risiko-Toleranz“, die überdies Assets im Wert von mindestens zwei Millionen Dollar bei Morgan Stanley halten. Investmentfirmen müssen seit mindestens sechs Monaten Kunde sein und sogar fünf Millionen auf ihren Konten bei der Bank haben, um sich für den Kauf von Anteilen zu qualifizieren.

Selbst wer nach diesen Standards als „akkreditierter Investor“ in Frage kommt, dürfe bei Morgan Stanley maximal 2,5 Prozent seines Vermögens in Bitcoin-Produkte investieren, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Losgehen soll es bereits im nächsten Monat, nachdem die Berater im Umgang mit den neuen Fonds geschult wurden.

Dass sich nun die erste der großen Wall-Street-Banken für Bitcoin und Co öffnet, dürfte der großen Nachfrage seitens der Investoren geschuldet, denn bislang zierten sich viele Institute wegen hoher Risiken und Volatilität. Für den Bitcoin hat es allerdings großen Symbolwert, denn es festigt die Stellung der Digitalwährung als eigener, junger Anlageklasse.

Kurzfristig kann die Meldung dem Kurs am Mittwochnachmittag keine Impulse liefern – nach dem Allzeithoch vom Wochenende konsolidiert der Bitcoin im Bereich von 55.000 Dollar. Mittel- und langfristig dürfte er dank wachsendem Renommee auch weiter an Wert und Bedeutung gewinnen. Kaufchance!

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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