Die Bullen sind am Kryptomarkt zurück und katapultieren den Bitcoin mit einem satten zweistelligen Plus auf den höchsten Stand seit Juni. Neben der politischen Offensive aus dem Weißen Haus sorgt vor allem ein massiver Short-Squeeze für Dynamik. Steht der Krypto-Leitwährung nun der finale Befreiungsschlag bevor?
Der digitale Leitsektor schaltet spürbar einen Gang höher. Nach dem Rücksetzer auf das Niveau von 63.000 Dollar zu Beginn der Woche legte der Bitcoin am Donnerstag um mehr als fünf Prozent auf 72.383 Dollar zu. Auf Sicht von zwei Handelstagen summiert sich der Kursgewinn damit bereits auf rund zwölf Prozent. Begleitet wird die Bewegung von einem kräftigen Aufschwung bei Krypto-Aktien wie Coinbase, Circle und Strategy, die jeweils um rund sieben Prozent nach oben kletterten.
Ausgelöst wurde die jüngste Rally am Mittwoch durch sinkende Renditen am US-Anleihemarkt, was den Druck auf risikobehaftete Anlageklassen spürbar minderte. Dies löste einen Dominoeffekt aus, der in einem massiven Short-Squeeze gipfelte. Wie Daten des Analyseportals The Straits Times mit Bezug auf CoinGlass zeigen, wurden Short-Positionen im Gesamtwert von rund 2,7 Milliarden Dollar liquidiert, was die Aufwärtsbewegung wie ein Brandbeschleuniger anheizte.
Zusätzlichen Rückenwind liefert der politische Vorstoß aus Washington. US-Präsident Donald Trump versammelte führende Branchenvertreter von Konzernen wie Coinbase, Kraken, Robinhood, Ripple und Chainlink im Weißen Haus, um den Druck auf die Verabschiedung des CLARITY Acts vor Jahresende zu erhöhen. Gesetzliche Klarheit gilt in der Branche als essenzieller Katalysator, um den seit vergangenem Herbst anhaltenden Krypto-Winter nachhaltig zu beenden.
Trotz der aktuellen Euphorie bleibt die Hürde im US-Senat bestehen. Die für den 15. September angesetzte Verfahrensabstimmung gilt als richtungsweisend für die Erfolgsaussichten des Gesetzespakets. Zwar notiert der Bitcoin weiterhin rund 40 Prozent unter seinem Rekordhoch aus dem Oktober 2025 bei etwa 126.000 Dollar, doch das Zusammenspiel aus makroökonomischer Entlastung, erzwungenen Eindeckungen und regulatorischer Dynamik verschafft den Bullen spürbaren Auftrieb.
Der massive Short-Squeeze hat der Erholung zusätzliche Wucht verliehen und den Bitcoin klar über wichtige Hürden gehoben. Der Sprung über die psychologisch wichtige 70.000er-Marke und den GD200 bei 69.012 Dollar liefert technische Kaufsignale. Solange eine Bullenfalle nicht ausgeschlossen werden kann, sollten Neueinsteiger aber dennoch Pulver für mögliche Rücksetzer trocken halten.
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
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