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Wasserstoff: Wichtiger Fortschritt in Deutschland – Rückenwind für ITM, Linde, Ceres & Co?

Wasserstoff: Wichtiger Fortschritt in Deutschland – Rückenwind für ITM, Linde, Ceres & Co?
Foto: Scharfsinn/Shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 14:10 Thorsten Küfner
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Nach einem starken Frühjahr hat der Wasserstoff Europa Index zuletzt wieder deutlich nachgegeben. Doch der Aktienkorb, in dem Wasserstoff-Spezialisten wie ITM Power oder Ceres sowie Industrieriesen wie Linde vertreten sind, könnte womöglich bald wieder neuen Schwung erhalten. Denn es gibt gute News. 

In Deutschland ist erstmals erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus einer Elektrolyseanlage über einen Abschnitt des entstehenden Wasserstoff-Kernnetzes an einen industriellen Verbraucher geliefert worden. Nach Angaben des Netzbetreibers Nowega wird der vom Energiekonzern RWE in Lingen produzierte Wasserstoff über ein rund 120 Kilometer langes Leitungsnetz zum Chemiepark Marl von Evonik im Ruhrgebiet transportiert.

Das Projekt GET H2 Nukleus wird teilweise von den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gefördert. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bezeichnete die Inbetriebnahme als wichtigen Schritt für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft. "Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Transformation energieintensiver Industrien", sagte der Politiker laut einer Mitteilung.

RWE plant, die Elektrolysekapazität am Standort Lingen bis Ende dieses Jahres auf 200 Megawatt auszubauen. Ab dem kommenden Jahr soll die Gesamtleistung der Anlage bei 300 Megawatt liegen. Nach Angaben des Unternehmens erfüllt der dort produzierte Wasserstoff die EU-Vorgaben für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO). Dadurch können die Abnehmer Nachhaltigkeitsnachweise erhalten und entsprechende CO₂-Einsparungen geltend machen.

Im Chemiepark Marl kann der Wasserstoff unmittelbar für industrielle Prozesse eingesetzt werden. Darüber hinaus befinden sich weitere Projekte im Rahmen von GET H2 Nukleus in Nordrhein-Westfalen bereits im Betrieb oder in der Umsetzung. Dazu zählt unter anderem eine Ende 2025 fertiggestellte, zehn Kilometer lange Pipeline im Münsterland, die einen Wasserstoffspeicher von RWE anbindet. Dessen Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 vorgesehen. Sämtliche Vorhaben sind Teil des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes, das derzeit schrittweise aufgebaut wird.

GET H2 Nukleus ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Kommunen. Ziel der Initiative ist es, Projekte entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu entwickeln und umzusetzen – von der Elektrolyse über Import, Transport und Speicherung bis hin zur Nutzung in unterschiedlichen Anwendungsbereichen.

Bei der Elektrolyse wird Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Für die Produktion in Lingen setzt RWE überwiegend auf Windenergie aus der Nordsee. Da bei diesem Verfahren kein CO₂ entsteht, gilt der erzeugte Wasserstoff als grün. Vor allem für den Verkehrssektor, energieintensive Industriezweige wie die Stahlproduktion sowie als Ausgangsstoff für Raffinerien und die chemische Industrie gilt grüner Wasserstoff als ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität.

E-Wasserstoff Europa Index (WKN: SL0A1B)

Auch wenn der Ausbau in vielen Ländern etwas schleppender verläuft als erhofft, gehört dem Wasserstoff die Zukunft. Die Chancen in diesem Sektor sind groß, die Risiken aber natürlich auch. Wer daher nicht auf Einzelinvestments setzen will, ist beim Indexzertifikat mit der WKN DA0AA0 gut aufgehoben. 

Hinweis auf Interessenskonflikte


Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von den Emittenten Vergütungen.  


Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: ITM Power.

Enthält Material von dpa-AFX

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