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Daimler Truck, Air Liquide und Toyota: Spannende Pläne

Daimler Truck, Air Liquide und Toyota: Spannende Pläne
Foto: Artem_Egorov/iStock
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Thorsten Küfner Heute, 10:15 Thorsten Küfner
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In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld ging es zuletzt auch mit dem Wasserstoff Europa Index etwas bergab. Nichtsdestotrotz hellen sich die Perspektiven für Firmen in diesem Sektor weiter auf. So setzen sich nun etwa mehrere große Industrie- und Energieunternehmen für den Ausbau einer europaweiten Wasserstoff-Infrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge ein.

Nach ihrer Einschätzung sind die Voraussetzungen in Deutschland bereits besonders weit entwickelt. „Das Ökosystem in Deutschland erfüllt als erstes in Europa alle Voraussetzungen für einen skalierbaren Einsatz von Wasserstoff-Lkw bis 2030“, erklärten Daimler Truck, Volvo, Toyota, Bosch, Air Liquide, TotalEnergies, Teal Mobility und MB Energy auf der IAA Transportation in Hannover.

Das Konzept wird demnach nicht nur von Unternehmen aus den verschiedenen Bereichen der Wertschöpfungskette unterstützt. Auch die Politik müsse den Aufbau begleiten. Das deutsche Vorgehen könne als Blaupause für andere europäische Länder dienen. Für eine europaweite Ausweitung seien jedoch gemeinsame Maßnahmen der nationalen Regierungen und der Europäischen Kommission notwendig. Nur so ließen sich eine verlässliche Energieversorgung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Entscheidend ist aus Sicht der beteiligten Konzerne, dass Speditionen und andere Betreiber von Lkw-Flotten bei den Gesamtkosten keinen Nachteil gegenüber Diesel-Fahrzeugen haben. Dafür müssten Staat und Wirtschaft an mehreren Punkten ansetzen. Sinkende Fahrzeugpreise könnten durch staatliche Förderung und die Fertigung größerer Stückzahlen erreicht werden. Gleichzeitig müsse Wasserstoff über effizientere Lieferketten und die Anrechnung auf Treibhausgasquoten preislich konkurrenzfähig werden. Als weiteren Anreiz nannten die Unternehmen unter anderem eine Befreiung emissionsfreier Fahrzeuge von der Maut.

Großes Potenzial

Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström sprach sich für einen parallelen Einsatz von batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Lastwagen aus. Beide Technologien seien notwendig, damit Europa den Straßengüterverkehr klimafreundlicher gestalten könne. Voraussetzung sei allerdings, dass die Fahrzeuge zu wettbewerbsfähigen Kosten betrieben und betankt werden könnten.

Wasserstoff-Lkw hätten bereits heute das Potenzial, mit einer Tankfüllung mehr als 1.000 Kilometer zurückzulegen. Zudem benötigten sie weniger schwere Batterien und könnten dadurch Vorteile bei der Nutzlast bieten. Rådström verwies außerdem auf die Belastungsgrenzen der Stromnetze: Der wachsende Einsatz batterieelektrischer Fahrzeuge werde den Energiebedarf weiter erhöhen, sodass Wasserstoff im Schwerlastverkehr eine wichtige Ergänzung sein könne.

E-Wasserstoff Europa Index (WKN: SL0A1B)

Es bleibt dabei: Die Chancen im Wasserstoff-Sektor sind sehr groß, die Risiken aber natürlich auch. Wer daher nicht auf Einzelinvestments setzen will, ist beim Indexzertifikat auf den Wasserstoff Europa Index mit der WKN DA0AA0 gut aufgehoben. 

Hinweis auf Interessenskonflikte


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