Inflationsangst? Nicht mit diesen Aktien!
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06.11.2020 Carsten Kaletta

Wall-Street-Vorbericht: US-Börse schwächer – gute Arbeitsmarktdaten – warten auf den 46. Präsidenten

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DowJones

Die US-Futures deuten am Freitag auf eine schwächere Eröffnung an der Wall-Street hin. Siege von Republikanern in mehreren wichtigen Senatswahlen, die die Gefahr von Steuererhöhungen verringern, wurden von Wall Street-Strategen als Grund für die Rallye der vergangenen Tage angeführt. Aktuell erholen sich die US-Futures deutlich von ihren negativen Tages-Tiefständen, nachdem besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten gemeldet wurden. Sowohl der Dow Jones, S&P 500 als auch der Nasdaq Composite dürften (nur noch) mit einem leichten Minus ins Rennen gehen.

Das Arbeitsministerium berichtete am Freitag, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 638.000 gestiegen sei und die Arbeitslosenquote bei 6,9 Prozent liege. Von Dow Jones befragte Ökonomen hatten einen Anstieg der Beschäftigtenzahl um 530.000 und eine Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent erwartet, die damit etwas unter dem September-Niveau von 7,9 Prozent läge.

Trotz dieser negativen US-Futures sorgt unternehmensseitig die Telekom-Tochter T-Mobile für positive Schlagzeilen: Das US-Unternehmen meldet einen Quartalsgewinn von 1,00 Dollar pro Aktie, mehr als das Doppelte der im Konsens geschätzten 43 Cent pro Aktie. Der Umsatz des Mobilfunkbetreibers liegt ebenfalls über den Schätzungen, und T-Mobile hat die Konsensschätzungen für Kundenzugänge im Laufe des Quartals mehr als verdoppelt. Die Aktien steigt um 6 Prozent im vorbörslichen Handel.

Auch Square macht eine gute Figur: Der Zahlungsdienstler weist einen Quartalsgewinn von 34 Cent pro Aktie aus, verglichen mit einer Konsensschätzung von 16 Cent pro Aktie. Auch die Einnahmen des mobilen Zahlungsdienstes lagen über den Prognosen, wozu auch ein Wiederanstieg des Zahlungsvolumens nach einem Rückgang zu Beginn des Jahres beiträgt. Die Aktien stiegen vor Handelsstart um rund 3 Prozent.


DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Auch Peloton übertrifft die Schätzungen – und zwar um neun Cent pro Aktie mit einem Quartalsgewinn von 20 Cent pro Aktie. Genauso liegen die Umsätze über den Schätzungen aufgrund der starken Nachfrage nach den Peloton-Heimtrainingsgeräten. Das US-Unternehmen warnte allerdings vor möglichen Lieferengpässen. Die Aktien verlieren im vorbörslichen Handel um fünf Prozent.

Uber meldet hingegen schlechte Quartalszahlen: Das US-Dienstleistungsunternehmen verzeichnet einen Quartalsverlust von 62 Cent pro Aktie, drei Cent pro Aktie mehr als von Analysten prognostiziert. Die Einnahmen blieben allerdings hinter den Schätzungen zurück. Vor dem Läuten der Eröffnungsglocke gibt die Aktie leicht nach.


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