Eine verhalten freundliche Stimmung und ein gelungener US-Börsenstart des Speicherchip-Giganten SK Hynix haben das Geschehen am letzten Handelstag der Woche geprägt. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss am Freitag mit 0,29 Prozent im Plus bei 52.637,01 Punkten. Für die Börsenwoche steht allerdings ein moderates Minus zu Buche. Damit bleibt der Dow aber in Schlagdistanz zum Rekordhoch vom Dienstag bei 53.289 Zählern.
Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,42 Prozent auf 7.575,39 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,33 Prozent auf 29.825,11 Punkte. Das starke Börsendebüt von SK Hynix trieb auch Aktien aus der Halbleiterbranche an.
Der mit Spannung erwartete Börsenstart von SK Hynix konnte sich sehen lassen. Die Papiere des Branchenschwergewichts aus Südkorea gingen mit einem ersten Kurs von 170 US-Dollar in den Handel und stiegen bis auf 177 Dollar. Das waren fast 20 Prozent mehr als der Ausgabepreis von 149 Dollar je Aktie. Zum Schluss betrug der Aufschlag auf den Emissionspreis 13 Prozent auf 168,33 Dollar. Mehr dazu hier.
Weniger gut erging es den Aktien von SpaceX. Kurz vor Handelsschluss rutschten die Papiere mit gut 145 Dollar auf den niedrigsten Stand seit dem Börsengang am 12. Juni. Mehr dazu hier.
Entscheidender Schrittmacher für die Aktienmärkte war zuletzt der Ölpreis in Abhängigkeit vom Konfliktgeschehen im Nahen Osten. Auch am Energiemarkt tat sich am Freitag aber wenig. Die Internationale Energieagentur warnte, ein erneuter Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran könne die Bemühungen zum Wiederaufbau der erschöpften weltweiten Ölvorräte im weiteren Verlauf dieses Jahres gefährden. Dass beide Konfliktparteien trotz der jüngsten militärischen Eskalation Verhandlungsbereitschaft signalisierten, beruhigte die Anleger ein wenig.
Bei den Einzelwerten fielen Meta mit einem Kursplus von sechs Prozent auf. Als Antreiber für die Titel des Social-Media-Riesen erwies sich ein positiver Bericht der Tech-Analysefirma SemiAnalysis über das KI-Computing-Geschäft von Meta. Vorläufige Ergebnisse einer EU-Untersuchung, denen zufolge die Meta-Plattformen Instagram und Facebook zu große Suchtgefahren für Kinder und Jugendliche bergen, ließen die Anleger kalt.
Die Aktien von Delta Air Lines verloren knapp zwei Prozent. Sie hatten allerdings in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt. Die Fluggesellschaft trotzte mit einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsgewinn den in diesem Zeitraum deutlich gestiegenen Kerosinpreisen. Zudem griff sie ihre vorübergehend ausgesetzte Jahresprognose für diese wichtige Ergebniskennziffer wieder auf.
(Mit Material von dpa-AFX)
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