Schlussglocke: Software schwach – Oracle, Salesforce unter Druck, Apple, Nike, Alnylam, Masimo stark

Schlussglocke: Software schwach – Oracle, Salesforce unter Druck, Apple, Nike, Alnylam, Masimo stark
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DJ Industrial Average -%
Marion Schlegel Heute, 22:43 Marion Schlegel

Die wachsende Nervosität rund um die Schattenseiten Künstlicher Intelligenz hat die US-Börsen am Dienstag ausgebremst. Nach dem verlängerten Feiertagswochenende kam der Dow Jones Industrial kaum vom Fleck und beendete den Handel mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent bei 49.533 Punkten. Vor allem Titel aus dem Software-Sektor gerieten spürbar unter Verkaufsdruck.

Infront DowJones (WKN: 969420)

Der Nasdaq 100 sackte zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit fast drei Monaten ab. Zwar konnte er die Verluste im Tagesverlauf deutlich eindämmen, am Ende stand jedoch ein Minus von 0,1 Prozent auf 24.701 Zähler. Der marktbreite S&P 500 schloss 0,1 Prozent im Plus bei 6.843 Punkten.

Top-Gewinner des Tages waren im Dow Jones die Aktien von Apple (plus 3,2 Prozent), gefolgt von Nike (plus 2,7 Prozent) und American Express (plus 2,1 Prozent).

Software-Titel standen derweil unter Druck. Noch im vergangenen Jahr galten KI-Fantasien als entscheidender Kurstreiber. Nun rückt die Frage nach möglichen Verdrängungseffekten in den Fokus. Fortschrittliche KI-Agenten übernehmen zunehmend komplexe Programmier- und Softwareaufgaben – und stellen damit etablierte Geschäftsmodelle infrage.

Im Dow verloren Salesforce fast drei Prozent, Microsoft gab ebenfalls nach. Oracle verloren noch deutlicher. Hier ging es 3,9 Prozent nach unten. Im Nasdaq 100 traf es unter anderem Intuit, Crowdstrike, Cadence und Synopsys – die Abschläge reichten bis über fünf Prozent.

Oracle (WKN: 871460)

Stärkste Werte im Nasdaq 100 waren Alnylam mit plus 5,8 Prozent. Die Papiere profitierten unter anderem von einem Analysten-Upgrade. Auf den Plätzen folgten Constellation Energy mit plus 5,1 Prozent und Coca-Cola European Partners mit plus 5,0 Prozent.

Alnylam Pharmaceuticals (WKN: A0CBCK)

Bewegung gab es auch im Mediensektor: Warner Bros. Discovery nimmt erneut Gespräche mit Paramount auf. Hintergrund sind Überlegungen, ob sich ein alternativer Deal im Vergleich zu früheren Offerten realisieren lässt. Die Anleger honorierten die Entwicklung – beide Titel legten deutlich zu, aber auch Netflix tendierten fester.

Für ein echtes Feuerwerk sorgte Masimo: Nach der Offerte von Danaher über 180 Dollar je Aktie schnellte der Kurs des Medizintechnikunternehmens um mehr als 30 Prozent in die Höhe. Das Übernahmevolumen liegt bei rund zehn Milliarden Dollar. Danaher-Papiere gaben im Gegenzug nach.

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