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Rheinmetall: Das lässt aufhorchen

Rheinmetall: Das lässt aufhorchen
Foto: Rheinmetall
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Thorsten Küfner 09.03.2026, 20:17 Thorsten Küfner

Rheinmetall plant nach eigenen Angaben, die Produktion unbemannter Boote in Hamburg deutlich auszubauen. Diese Systeme, die häufig auch als Drohnenboote bezeichnet werden, sollen künftig in größeren Stückzahlen hergestellt werden. Entsprechende Pläne stellte Tim Wagner vor, der im Konzern die Division Naval Systems verantwortet.

Zum Einstieg ist zunächst eine vergleichsweise kleine Produktionsserie vorgesehen. „Wir fangen an mit einer relativ kleinen Anzahl von 15 Booten, um das ganze Thema in Fahrt zu bringen“, erklärte Wagner. Perspektivisch soll die Fertigung jedoch deutlich ausgeweitet werden. Nach den aktuellen Planungen strebt Rheinmetall eine Produktion von rund 200 Booten pro Jahr an. Langfristig könnte die Kapazität auf der Hamburger Werft Blohm+Voss noch deutlich höher liegen: Bei Betrieb in drei Schichten wären nach Unternehmensangaben sogar bis zu 1.000 Einheiten jährlich möglich.

Bei dem geplanten Modell handelt es sich um das Boot K3 Scout. Das System wird derzeit per Fernsteuerung betrieben, soll künftig jedoch auch autonom fahren können. Rheinmetall entwickelt und baut die Boote gemeinsam mit dem britischen Unternehmen Kraken Technology Group im Rahmen eines Joint Ventures. In der Fachsprache werden solche Systeme als sogenannte Unmanned Surface Vehicles (USV) bezeichnet. Sie können sowohl im militärischen Bereich als auch für zivile Anwendungen eingesetzt werden.

Nach Angaben von Wagner besteht bereits konkretes Interesse aus mehreren Ländern. Demnach liegen erste Bestellungen von Marinen aus Nato-Staaten vor. Um welche Länder es sich dabei genau handelt, nannte er jedoch nicht. Fest steht allerdings, dass der Bau von insgesamt 150 Booten bereits vertraglich vereinbart wurde.

Die geplante Ausweitung der Produktion hängt auch mit einer strategischen Erweiterung im Marinegeschäft zusammen. Anfang März hatte Rheinmetall die Übernahme des Marineunternehmens NVL abgeschlossen. Zu diesem Unternehmen gehörte auch die traditionsreiche Hamburger Werft Blohm+Voss, auf der künftig ein Teil der Drohnenboote gefertigt werden soll. Verkäufer war die Bremer Werftengruppe Lürssen.

European Defence Index (WKN: SL0QG5)

Es bleiben leider sehr unruhige und gefährliche Zeiten. Daher dürften Rheinmetall und die anderen 19 Unternehmen, die dem European Defence Index angehören, auch weiterhin sehr gut verdienen. Wer daran mitverdienen will, kann auf das Indexzertifikat mit der WKN DA0ACA setzen. Mutige können auch mit gehebelten Produkten darauf spekulieren (siehe hier). 

Hinweis auf Interessenkonflikte:

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