Der DAX hat sich zum Wochenschluss kaum bewegt und den Handel nahezu unverändert beendet. Anleger halten sich angesichts geopolitischer Unsicherheiten zurück. Im Fokus stehen mögliche Gespräche im Nahen Osten am Wochenende. Entscheidend für eine nachhaltige Entspannung dürfte insbesondere das Vorgehen Israels im Libanon sein, wobei zuletzt Signale für Verhandlungsbereitschaft erkennbar waren.
Mit 23.803,95 Punkten trat der Leitindex auf der Stelle, verbuchte jedoch auf Wochensicht ein solides Plus von 2,7 Prozent. Damit ist ein Teil der Verluste aufgeholt, die seit Beginn des Iran-Konflikts entstanden sind – das Vorkrisenniveau von über 25.000 Punkten bleibt aber deutlich entfernt. Deutlich stärker präsentierte sich heute der MDAX, der 1,1 Prozent zulegte. Beim Nebenwerte-Index SDAX ging es sogar 1,3 Prozent nach oben.
Ein zentrales Thema bleibt der Energiemarkt: Der Ölpreis der Sorte Brent verharrt unter der Marke von 100 Dollar und liegt aktuell bei rund 96 Dollar. Nach der Waffenruhe im Iran-Konflikt war er zwischenzeitlich sogar deutlich gefallen.
Für Bewegung sorgten Spekulationen über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs. Diese belasteten vor allem Rüstungswerte, auch wenn aus Moskau umgehend klargestellt wurde, dass keine entsprechenden Verhandlungen laufen. Rheinmetall war im DAX mit minus 5,6 Prozent der stärkste Verlierer des Tages, auch Renk, Hensoldt und TKMS gerieten im MDAX unter Druck.
Gefragt waren dagegen Titel mit Perspektiven für den Wiederaufbau der Ukraine. Heidelberg Materials führte den DAX an, während im MDAX unter anderem Salzgitter und Thyssenkrupp kräftig zulegten. Auch Bilfinger konnte profitieren. Ebenfalls stark zeigten sich im DAX die Aktien von BASF, BMW und Siemens Energy.
Bei Einzelwerten rückte zudem Ströer nach positiven Analystenstimmen in den Fokus. Im SDAX feierte Shelly ein leichtes Plus zum Einstand, nachdem das Unternehmen den Platz von Gerresheimer übernommen hatte, das wegen fehlender testierter Abschlüsse aus dem Index ausschied.
Heute, 19:31