++ Neue Hochs, neue Chancen ++

DAX und Co: Ölpreis‑Schock drückt Leitindex ins Minus – wackelt die Rekordrally?

DAX und Co: Ölpreis‑Schock drückt Leitindex ins Minus – wackelt die Rekordrally?
Foto: Shutterstock
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Timo Nützel Heute, 18:05 Timo Nützel
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Der deutsche Leitindex gerät zunehmend ins Schlingern und verbucht den vierten Verlusttag in Serie. Neben kletternden Anleiherenditen treibt vor allem die explosive Gemengelage im Nahen Osten die Ölpreise rasant an. Steht dem DAX nun eine tiefere Korrektur bevor oder nutzen mutige Anleger die Gunst der Stunde?

Der DAX  hat am Donnerstag die jüngsten Verluste ausgeweitet. Gegenwind gab es erneut vom Ölpreis, der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg und nähert sich wieder der Marke von 100 Dollar. Der DAX beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,42 Prozent bei 25.983,04 Zählern. Das war der niedrigste Stand seit Anfang des Monats. Der MDAX der mittelgroßen Titel gab um 0,34 Prozent auf 31.715,53 Punkte nach.

Sein Rekordhoch hatte der DAX in der Vorwoche bei 26.573 Punkten erreicht. Seither fehlen Impulse für eine Fortsetzung der Rally. Gestiegene Renditen an den Anleihemärkten und höhere Ölpreise wegen des Iran-Kriegs drücken seitdem auf die Stimmung. Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem beispiellosen "Wirtschaftskrieg".

"Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt und eine freie Seefahrt in der Straße von Hormus ist eher Wunschdenken als Realität", hieß es in einer Einschätzung der Landesbank Helaba. "Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass sich die Energiepreise auf einem erhöhten Niveau festgesetzt haben."

Sartorius trotz schlechter Stimmung

Für Kursausschläge sorgten vor allem Analystenkommentare. Die Aktien von Sartorius gewannen dank einer Kaufempfehlung der schweizerischen Bank UBS mehr als sechs Prozent. Premium-Wachstum verdiene auch eine Premiumbewertung, schrieb Analyst Matthew Weston.

Conti stärkt den DAX

Im DAX legten Continental um gut ein Prozent zu. Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan äußerte sich in einer Brancheneinschätzung positiv zu dem Reifenhersteller sowie zum Konkurrenten Michelin.

Brenntag und Stroer unter Druck

Dagegen verloren Brenntag-Aktien gut ein Prozent. Die US-Investmentbank Bank of America nahm die Bewertung des Chemikalienhändlers mit dem Votum "Underperform" wieder auf.

Eine gestrichene Kaufempfehlung des französischen Investmenthauses Kepler Cheuvreux führte beim Werbevermarkter Ströer zu einem Kursrückgang von gut drei Prozent.

DAX (WKN: 846900)

Der DAX leidet unter der toxischen Mischung aus explodierenden Energiepreisen und geopolitischen Brandherden. Solange die 100-Dollar-Marke beim Öl wie ein Damoklesschwert über den Märkten schwebt, bleibt die Luft dünn. DER AKTIONÄR hält Sie über die weitere Entwicklung am Laufenden. 

Enthält Material von dpa-AFX

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