DAX‑Prognose nahezu unverändert: Rheinmetall, Moderna, Infineon, VW und SAP im Blickpunkt

DAX‑Prognose nahezu unverändert: Rheinmetall, Moderna, Infineon, VW und SAP im Blickpunkt
Foto: Arne Dedert/picture alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 06:50 Thorsten Küfner
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Der DAX dürfte sich am Donnerstag nach seinem jüngsten Dämpfer ähnlich verhalten wie schon am Vortag und kaum vom Fleck kommen. Rund zweieinhalb Stunden vor dem Handelsstart auf Xetra sah Broker IG den deutschen Leitindex lediglich rund acht Punkte schwächer bei 26.083 Zählern.

Bereits in der Vorwoche hatte der DAX mit 26.573 Punkten sein bisheriges Rekordhoch markiert. Seither mangelt es vor allem an neuen Käufern, während gestiegene Anleiherenditen sowie die durch den Iran-Krieg wieder höheren Ölpreise auf die Stimmung drücken.

Freundlicher zeigten sich am Morgen dagegen die asiatischen Börsen: Sowohl in Japan als auch in Südkorea konnten sich die Indizes spürbar erholen. Die stark technologielastigen Indizes Nikkei 225 und Kospi hatten zuletzt besonders unter den steigenden Anleihezinsen gelitten, und da der KI-Boom derzeit pausiert, blieben neue Höchststände seit Juni aus. 

DAX (WKN: 846900)

Bestimmend bleibt der Zinsmarkt. Das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der Fed-Sitzung vom 28. und 29. Juli zeigt eine ungewöhnlich zerrissene Notenbank: Bei einem Leitzinsband von 3,50 bis 3,75 Prozent votierten mit Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan gleich drei regionale Notenbankpräsidenten für eine Anhebung um einen Viertelpunkt, und die Sympathie für diese Linie reichte dem Protokoll zufolge über die drei Abweichler hinaus. Notenbankchef Kevin Warsh brachte zudem die Idee ins Spiel, die Zahl der Sitzungen von acht auf sechs im Jahr zu senken. Für Entlastung sorgte am selben Tag das US-Finanzministerium, das seine Rückkäufe lang laufender Anleihen mehr als verdoppeln will – die Rendite dreißigjähriger US-Papiere kam daraufhin von ihrem Zwischenhoch bei rund 5,3 Prozent zurück, dem höchsten Stand seit dem Jahr 2007. 

Um 8:00 Uhr meldet das Statistische Bundesamt die deutschen Erzeugerpreise für Juli, erwartet wird nach dem Rückgang um 0,3 Prozent im Juni ein Plus von rund 0,3 Prozent zum Vormonat, die Jahresrate lag zuletzt bei 1,8 Prozent. Die Volkswirte der Berliner Sparkasse rechnen mit einem deutlich kräftigeren Anstieg von 0,8 Prozent und begründen das mit dem Durchschlagen der Energiekosten auf die Vorleistungsgüter. Um 12:00 Uhr folgt der Monatsbericht der Bundesbank, um 14:30 Uhr der Philadelphia-Fed-Index für August – hier liegt die Konsensschätzung bei 20,0 Punkten nach 41,4 Punkten im Juli – sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Um 16:00 Uhr steht der Frühindikator des Conference Board für Juli an, erwartet wird ein Plus von 0,1 Prozent nach minus 0,2 Prozent.

Auf Unternehmensseite berichten Alibaba um 11:30 Uhr, Walmart um 13:00 Uhr, Deere & Company im Tagesverlauf und CTS Eventim nach Handelsschluss um 17:45 Uhr; hinzu kommen Halbjahreszahlen von Aegon, Tonies und der BayernLB. 

Moderna Inc (WKN: A2N9D9)

Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. Auf Basis der Xetra-Schlusskurse führten am Mittwoch Volkswagen Vorzüge mit einem Plus von 2,5 Prozent das Feld an, gefolgt von Qiagen mit 2,1 Prozent, SAP mit 1,9 Prozent sowie Symrise und BASF mit jeweils rund 1,6 Prozent. Getragen wurde die Erholung im Gesundheitssektor von der Nachricht, dass ein gemeinsamer personalisierter Impfstoff von Moderna und Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen verringert. Auf der Verliererseite standen Infineon mit einem Minus von 4,0 Prozent – der Wert verzeichnete zugleich den höchsten Umsatz im Index –, Rheinmetall mit 2,9 Prozent, Hannover Rück mit 2,2 Prozent und MTU Aero Engines mit 2,1 Prozent. 

Am Rohstoffmarkt bleibt Öl der Unruheherd: Brent kostet 91,89 Dollar je Barrel und damit 0,3 Prozent mehr als am Vortag, weil die ausgelaufene Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bislang nicht verlängert wurde. Gold gibt mit 4.506 Dollar je Feinunze leicht um 0,3 Prozent nach, nachdem die Renditen zurückgekommen sind. Der Bitcoin notiert bei 69.548 Dollar und damit 0,5 Prozent fester. Der Euro kostet 1,1675 Dollar. 

Infineon (WKN: 623100)

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten. 

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