Die Eskalation im Iran-Konflikt erreicht eine neue Dimension – und plötzlich steht auch Deutschland im Fokus. Laut Medienberichten erwägt der Iran offenbar Angriffe auf US-Militärziele in Europa. Schlagartig steigt damit die Terrorgefahr in Europa.
Einem Bericht der Financial Times zufolge, prüfe Teheran demnach Angriffe auf amerikanische Militärstandorte in Südosteuropa. Als mögliche Ziele werden dabei unter anderem der bulgarische Luftwaffenstützpunkt Bezmer sowie der britische Stützpunkt Akrotiri auf Zypern genannt. Auf Akrotiri war bereits im März eine iranische Drohne eingeschlagen.
Allerdings: Sollte der Iran den Krieg im Nahen Osten tatsächlich nach Europa tragen, könnte auch Deutschland zur Zielscheibe werden. Zwar gibt es noch keinen konkreten Hinweis auf einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag in Deutschland. Doch die Drohung aus Teheran verändert die Risikolage.
Denn US-Soldaten sind in Deutschland bereits in der Vergangenheit zum Ziel eines Terroranschlags geworden. 2011 eröffnete ein islamistisch radikalisierter Täter am Frankfurter Flughafen das Feuer auf amerikanische Soldaten, die sich in einem Bus befanden. Zwei US-Soldaten wurden getötet, zwei weitere schwer verletzt.
Heute ist die Ausgangslage nicht weniger brisanter. Deutschland beherbergt mit der Ramstein Air Base einen der wichtigsten Knotenpunkte der US-Streitkräfte in Europa. Von dort aus werden unter anderem militärische Operationen und logistische Aktivitäten der USA unterstützt. Für islamistische Terroristen ein ideales Ziel.
Märkte vor neuer Belastungsprobe
Die Drohung aus Teheran könnte die Stimmung an den Märkten kippen lassen. Eine mögliche Ausweitung des Konflikts auf Europa, die Gefahr von Angriffen auf kritische Infrastruktur, die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus und der wieder steigende Ölpreis ergeben eine hochexplosive Gemengelage.
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Heute, 15:55
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