Mit einem prozentual zweistelligen Plus setzt sich die Aktie von Merck & Co klar an die Spitze des US-amerikanischen Leitindex Dow Jones. Beflügelt wird der eher defensiv einzuordnende Pharma-Titel von positiven Phase-3-Studiendaten zu einem personalisierten mRNA-Krebsimpfstoff bei Patienten mit schwarzem Hautkrebs (Melanom).
Der Moderna-Wirkstoff Intismeran Autogene konnte im Zusammenspiel mit dem umsatzstärksten Medikament von Merck & Co, dem Krebsmittel Keytruda (Pembrolizumab), die positiven Ergebnisse erzielen. Weitere Details wollen die beiden Unternehmen auf einer bevorstehenden Fachkonferenz mit der Öffentlichkeit teilen.
Für den Pharma-Konzern ist der Studienerfolg von besonderer Bedeutung. Denn Keytruda verliert in absehbarer Zeit den Patentschutz. Mit Kombinationstherapien kann Merck & Co hingegen zusätzliche Umsatzströme generieren. Mit den jüngsten Erkenntnissen erweitere sich der Umsatzbeitrag von Keytruda weit über den Patentablauf für das Originalprodukt hinaus, erklärt DZ-Bank-Analyst Elmar Kraus in einer ersten Einschätzung.
„Die heutigen Ergebnisse stellen einen Meilenstein in der adjuvanten Melanomtherapie dar. Dies ist die erste Phase-3-Studie, die zeigt, dass Intismeran – eine auf dem einzigartigen Mutations-‚Fingerabdruck‘ des patienteneigenen Tumors basierende Therapie – in Kombination mit Pembrolizumab das Risiko eines Rezidivs oder des Todes bei Patienten mit vollständig reseziertem Melanom im Stadium IIB–IV im Vergleich zu Keytruda allein senken kann“, so Georgina Long, die leitende Prüferin der Studie und medizinische Direktorin des Melanoma Institute Australia sowie Inhaberin des Lehrstuhls für medizinische Onkologie und translationale Forschung im Bereich Melanom an der Universität Sydney.
Intismeran in Kombination mit Pembrolizumab habe das Potenzial, ein neues Behandlungsparadigma in der adjuvanten Melanomtherapie zu etablieren und Patienten dabei zu helfen, länger krebsfrei zu bleiben, so die Professorin weiter.
DER AKTIONÄR hat in den zurückliegenden Monaten immer wieder auf das Potenzial von Merck & Co trotz der bevorstehenden Keytruda-Patentklippe hingewiesen und zum Kauf geraten. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand und reiten den Bullen weiter.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna Inc, Merck & Co.
Aktien der Moderna Inc befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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