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Gaspreis mit neuem Hoch, Equinor‑Aktie vor dem Ausbruch

Gaspreis mit neuem Hoch, Equinor‑Aktie vor dem Ausbruch
Foto: Cadista/Shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 13:29 Thorsten Küfner
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Die Aktie des norwegischen Energieriesen Equinor zieht weiter an und steht vor dem Sprung auf ein neues Allzeithoch. Neben den hohen Ölpreisen spielen dem größten westeuropäischen Gasproduzenten natürlich auch die hohen Gaspreise in Europa voll in die Karten. Diese kletterten heute auf den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs.

An der Amsterdamer Börse wurde der maßgebliche TTF-Terminkontrakt mit Lieferung in einem Monat zu 64,60 Euro pro Megawattstunde (MWh) gehandelt – der höchste Wert seit Mitte März. Nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar war der Gaspreis im März zeitweise auf rund 70 Euro geklettert, nachdem er zuvor bei etwa 30 Euro notiert hatte.

Bereits seit zwei Wochen zeigt der Gaspreis eine klare Aufwärtstendenz und ist in diesem Zeitraum um mehr als 20 Prozent gestiegen. Am Markt wächst die Befürchtung, dass sich die Lieferungen von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf vorerst nicht normalisieren werden. Voraussetzung für eine Öffnung der Straße von Hormus ist aus iranischer Sicht die Umsetzung eines Rahmenabkommens mit den USA, das Mitte Juni unterzeichnet wurde.

Hinzu kommen erneute Berichte über Angriffe auf Handelsschiffe in der Krisenregion. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate wurden zudem zwei aus dem Iran abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen, die auf das Land zielten. Der Iran wies einen solchen Raketenangriff zurück.

Der Preisanstieg beim Gas fällt zudem in eine Phase, in der die europäischen Gasspeicher deutlich schlechter gefüllt sind als im Vorjahr. Nach aktuellen Zahlen des europäischen Verbands der Gasinfrastrukturbetreiber (GIE) lag der Füllstand am 17. August bei 61,37 Prozent, verglichen mit knapp 74 Prozent zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Noch deutlicher fällt der Rückstand bei den deutschen Speichern aus: Laut GIE betrug deren Füllstand am 17. August lediglich 50,06 Prozent, nach knapp 67 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Branchenverband Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB-Gas) erklärte dazu in einer aktuellen Mitteilung, die gesetzlich vorgeschriebene Einspeicherquote zum 1. November 2026 sei kaum noch zu erreichen, "selbst bei einer Einspeicherung von bis zu 1,2 TWh pro Tag - dem höchsten Wert, der im Markt je beobachtet wurde." Die tatsächlichen Einspeichermengen liegen derzeit spürbar darunter.

Equinor (WKN: 675213)

Es bleibt dabei: Die hohen Öl- und Gaspreise spielen Equinor voll in die Karten. Und angesichts der jüngsten Nachrichten aus dem Nahen Osten dürfte sich diese Entwicklung weiter fortsetzen. Die immer noch relativ günstige Dividendenperle bleibt auch deshalb eine attraktive Depotbeimischung. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 24,00 Euro belassen werden. 

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