DAX: Schwacher Monatsauftakt

DAX: Schwacher Monatsauftakt
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Jan-Paul Fóri 02.05.2022, 18:00 Jan-Paul Fóri

Der DAX ist am Montag mit Verlusten in den unter Börsianern als schwierig geltenden Monat Mai gestartet. Laut Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets fehlen Investoren weiterhin die Gründe, ihre Engagements in Aktien auszuweiten. Neben dem Krieg in der Ukraine und der Geldpolitik der US-Notenbank belastet auch die Sorge um das chinesische Wirtschaftswachstum die Kurse.

Nach einer recht stabilen letzten Aprilwoche sank der deutsche Leitindex zum Start in den Mai um rund 1,1 Prozent auf 13.939 Punkte. Damit gelang dem Index erneut kein nachhaltiger Sprung über die Marke von 14.000 Zählern. In der vergangenen Woche war der DAX zeitweise in Richtung 13.500 Punkte gefallen, bevor ihm mit einem Anstieg auf deutlich über 14.000 Punkte eine kurzfristige Erholung gelang. Dennoch blieb für den Monat April ein Verlust von gut zwei Prozent.

Der MDAX der mittelgroßen Börsenwerte gab um 1,9 Prozent auf 29.521 Zähler nach. Europaweit sah es ähnlich aus. Allerdings fehlten Impulse aus Großbritannien, da dort feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde.

DAX (WKN: 846900)

Unter den Einzelwerten standen in erster Linie die Papiere der Adler Group im Fokus. Nachdem der Wirtschaftsprüfer KPMG am Freitag sein Testat zum 2021er-Geschäftsbericht verweigerte (DER AKTIONÄR berichtete), gerieten die Papiere des SDAX-Konzerns zum Wochenauftakt deutlich unter Druck. Zum Xetra-Handelsschluss stand ein Minus von 28 Prozent auf 5,18 Euro zu Buche. Aus Sicht des AKTIONÄR sollten Anleger weiter einen großen Bogen um die Adler-Aktie machen.

Bei Vestas sorgte hingegen eine Gewinnwarnung ebenfalls für fallende Kurse. Bereits am Sonntag (01. Mai) hatte der Turbinenbauer frische Zahlen für das erste Quartal 2022 vorgelegt und wurde in diesem Zuge vorsichtiger bei der Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Zum Auftakt des neuen Börsenmonats verbuchte die Vestas-Aktie bei Xetra-Schluss ein Minus von 5,6 Prozent. 

Ein leichtes Minus von rund 1,7 Prozent steht nach dem ersten Mai-Handelstag derweil bei Infineon zu Buche. Hier belastete das überraschende Ausscheiden von Vertriebsvorstand Helmut Gassel den Kurs. Mit dem Österreicher Andreas Urschitz hat das Unternehmen jedoch bereits einen Nachfolger aus den eigenen Reihen gefunden (Mit Material von dpa-AFX). 

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