Heute Abend ist es so weit: Die US-Notenbank Fed wird bekanntgeben, ob die Zinsen erhöht werden oder bleiben, wo sie sind. Eine Zinsanhebung wäre aber eine faustdicke Überraschung. 90 Prozent der Marktteilnehmer rechnen mit gleichbleibenden Zinsen. „Es ist lange her, dass die Fed den Markt auf dem falschen Fuß erwischt hat“, sagt Markus Bußler in der neuesten Folge des Podcasts MoneyTrain.
Die Blicke dürften sich einmal mehr auf den Ausblick der Notenbank richten. Zuletzt deutete alles auf zwei Zinsanhebungen im laufenden Jahr hin. Das würde bedeuten, dass in der Dezembersitzung noch eine Zinsanhebung auf der Agenda stehen würde. „Der Markt rechnet mehrheitlich damit“, sagt Markus Bußler. Das Überraschungspotenzial liege seiner Ansicht nach hier auf der anderen Seite: Sollte die Fed nun Hinweise geben, dass es doch keine Zinsanhebung mehr geben wird, könnte dies zu einer Rally an den Märkten führen.
Vermutlich aber werde die Fed auf die anstehenden Daten verweisen, an denen sie ihre Entscheidung festmacht. „Wir sehen noch zwei große Arbeitsmarktberichte in den USA und zahlreiche Inflationsdaten bevor sich die Notenbanker im Dezember wieder treffen“, sagt Markus Bußler. Das alles werde sicherlich in die Entscheidung einfließen. Mit Blick auf den Goldpreis zeigt sich der Goldpreis gelassen. Gold reagiere zwar sensibel auf den Schwenk von Zinssenkungserwartungen auf Zinserhöhungsängste. Doch der Markt habe mittlerweile auch eine Zinsanhebung im Dezember eingepreist. „Diese neunmonatige Korrektur, die wir durchlaufen haben, war primär eine Reaktion auf die vorangegangene starke Rally“, sagte Markus Bußler. Die Korrekturziele seien aber mittlerweile erreicht und der Blick richte sich nun auf potenzielle Trendwendesignale. „Hinweise darauf, dass es doch zu keiner Zinsanhebung im Dezember kommt, könnten ein solches Signal sein.“
Insgesamt zeigt sich Markus Bußler überzeugt, dass der Bullenmarkt bei den Edelmetallen intakt ist. Dass Gold und Silber neue Tiefs angelaufen sind, die Minen aber zum Großteil keine neuen zyklischen Tiefs mehr erreicht haben, deutet er als Hinweis darauf, dass in der kommenden Aufwärtsbewegung die Minen deutlich besser performen werden als die Edelmetalle selbst.
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Heute, 14:55
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