7 Chancen auf 111 Prozent
22.10.2020 Markus Bußler

Gold: Droht ein Crash?

-%
Gold

Nach drei guten Tagen gerät der Goldpreis aktuell wieder etwas deutlicher unter Druck. Mittlerweile rückt bereits wieder die Marke von 1.900 Dollar, die seit Wochen zwischen Bullen und Bären umkämpft ist, in den Blick der Anleger. Und dieser Kampf kann durchaus noch zwei Wochen so weitergehen. Das jedenfalls meint Rhona O´Connell von StoneX.

„Gold befindet sich in einer Flaute. Das Tradingvolumen ist niedrig und der Goldpreis ist nach wie vor in seiner Handelsspanne gefangen“, sagt Rhona O´Connell. In der laufenden Woche sei es vor allem die Schwäche des US-Dollars gewesen, die dem Goldpreis zu einem Anstieg in Richtung der oberen Begrenzung der Handelsspanne verholfen hätte. Der Markt schaue mehr und mehr in Richtung Wahl beziehungsweise darüber hinaus. Doch nach Ansicht der Analystin werde der Bullenmarkt für Gold und Silber erst dann ein Ende finden, wenn es einen Impfstoff gebe und die Corona-Krise zu einem Ende komme. Wenn dies geschehe, dann könnte Gold einen ähnlichen Abfluss von Kapital wie im Jahr 2013 sehen. „Es ist nicht schwierig, eine Wiederholung von 2013 zu sehen, wenn die Anleger das Risiko abebben sehen“, sagt sie.

Tatsächlich könnte es temporär einen Rücksetzer geben, sollten die Corona-Ängste weichen. Doch auch ein Ende der Corona-Angst beseitigt keinesfalls die Probleme: Die Notenbanken haben die Märkte mit Geld geflutet, die Bilanzen der Notenbanken sind aufgebläht und die Zinsen dürften noch lange Zeit nahe 0 verharren. All diese Punkte dürften den Goldpreis nachhaltig beflügeln. Ganz kurzfristig kommt es für das Edelmetall aber darauf an, den Bereich von 1.940 bis 1.960 Dollar nach oben zu überwinden, um wieder in den Bullenmodus zu schalten. So lange dies nicht der Fall ist, bleibt die Handelsspanne bestehen und wird weiter die Nerven der Anleger fordern. Und mittlerweile rückt mehr und mehr der Wahltag als potenzieller Gamechanger in den Blick der Anleger.

Gold (ISIN: XC0009655157)