Der scheidende IWF-Finanzchefvolkswirt Tobias Adrian warnt in einem neuen Aufsatz vor Herdenverhalten und Flash Crashs durch die KI-Integration bei Marktteilnehmern. So könnten wegen der Konzentration auf wenige Cloud-, Daten- und Modellanbieter Störungen bei einem zentralen KI-Akteur viele Institute gleichzeitig treffen und schnell Marktturbulenzen auslösen.
Während KI unter normalen Marktbedingungen durchaus positive Effekte auf Liquidität und Preisfindung habe, könnte sie „unter Stress prozyklisch wirken“: KI-Fonds würden ihre Strategien unter veränderten Bedingungen schneller ausbalancieren, wodurch Herdenverhalten eine ganz neue Dynamik entfalten würde.
Zukünftige Flash Crashs, so Adrian, würden blitzschnell erfolgen, weil viele KI-Systeme parallel in Echtzeit auf dieselben Informationen reagierten. In meinem Aktien-Report „Skyfall“ wird vor einem Szenario gewarnt, in welchem ein KI-Modell in den falschen Händen als verheerende Cyberwaffe dienen könnte.
Heute, 16:01
Bei Google bevorzugen