03.12.2014 Stefan Sommer

DAX droht erneut an 10.000 Punkten abzuprallen: Deutsche Bank, Wirecard, Adidas, Gazprom, Nordex, Evotec im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Der DAX nimmt am Mittwoch einen neuen Anlauf zum Sprung über die 10.000 Punkte und droht wie am Vortag abzuprallen. Anleger schielten nach einem weiteren Rekordhoch des Dow-Jones-Index am Vorabend an der Wall Street auf einen DAX-Schlusskurs über dieser runden Marke, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG. Am Vortag hatte der Leitindex die Hürde allerdings nur kurz zurückerobert und war dann abgebröckelt.

Zur Eröffnung hatte der DAX im Hoch 9.978 Punkte erreicht, konnte das Niveau aber nicht halten und war nach Konjunkturdaten aus der Eurozone sogar zeitweise ins Minus getaucht. Zuletzt trat er mit plus 0,02 Prozent auf 9.935,87 Punkte auf der Stelle. Seinen Rekord hatte der deutsche Leitindex Mitte Juni bei 10.050,98 Punkten erreicht. Der MDAX mittelgroßer Unternehmen stand 0,06 Prozent tiefer bei 17.005,35 Punkten. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,86 Prozent auf 1.350,59 Punkte hoch. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, verharrte auf dem Schlussniveau des Vortags.

Deutsche Bank: Es geht weiter aufwärts

Der DAX nimmt am Mittwoch erneut die Marke von 10.000 Punkten ins Visier. Zu den Gewinnern zählen im frühen Handel die Banken. Die Aktie der Deutschen Bank hält sich über dem Abwärtstrend, die Chancen auf weitere Kursgewinne stehen gut.

Wirecard: Kooperation mit Rocket Internet – Aktie steigt weiter

Der gute Newsflow reißt nicht ab. Am Mittwoch gab Wirecard eine Kooperation mit der von den Brüdern Samwer geführte Rocket Internet Gruppe bekannt. Demnach werden in Zukunft alle Online-Unternehmen der Rocket Internet Gruppe auf die Technologie von Wirecard zurückgreifen. " Wirecard passt perfekt zu uns, da sie schnell auf unsere Bedürfnisse reagieren und uns mit mobilen und onlinebasierten Bezahllösungen unterstützen, die wir für unsere unterschiedlichen Märkte benötigen, " sagt Oliver Samwer, Gründer und CEO von Rocket Internet. "Unsere Geschäftsmodelle ergänzen sich außerordentlich gut. Durch die globale Aufstellung sowie den substantiellen Kundenbestand im Onlinebusiness ist Rocket Internet der ideale Partner für uns", so Wirecard-Vorstand Burkhard Ley.

Adidas-Aktie: Daumen runter – Rubel-Schwäche belastet

Adidas zählt auf Jahressicht zu den größten Verlierern im DAX. Zwar hat der Titel zuletzt eine Gegenbewegung auf das Parkett gelegt, ein negativer Analystenkommentar dürfte die Aktie nun aber wieder unter Druck bringen.

Gazprom: Dann eben die Türkei

Das Erdgas, das ursprünglich durch die geplante Pipeline South Stream über das Schwarze Meer und den Balkan bis nach Österreich geleitet werden sollte, dürfte nun an die Türkei gehen. So sollen über eine Offshore-Pipeline pro Jahr 63 Milliarden Kubikmeter russisches Gas an die aufstrebende Volkswirtschaft geliefert werden.

Nordex: Neuer Auftrag – Aktie nimmt Anlauf auf das alte Hoch

Der gute Newsflow reißt nicht ab. Innerhalb von nur wenigen Tagen gab Nordex den dritten Auftrag in Folge bekannt. Nach den USA und Italien hat das Team von Vorstand Jürgen Zeschky erneut in der Türkei gepunktet. Der Windanlagenhersteller wird neun Großturbinen für das Projekt "Dilek Res" in der Nähe der Stadt Kahramanmaras im südöstlichen Teil Anatoliens liefern. Kunde ist der unabhängige Kraftwerksbetreiber Kale Enerji. "Wir haben uns in der Türkei einen festen Kundenstamm mit erfolgreichen Kraftwerksbetreibern, Industrieunternehmen und Entwicklern aufgebaut", sagt Lars Bondo Krogsgaard, Vorstandsmitglied von Nordex.

Evotec-Aktionäre jubeln: Nach Kooperationsverhandlungen mit Sanofi startet die Aktie durch

Mit einem Kurssprung von mehr als zwölf Prozent honoriert die Börse die jüngste Meldung des im TecDAX notierten Biotech-Unternehmens Evotec. Bereits am Dienstagabend hatte der Kurs nachbörslich deutlich zugelegt. Die Gesellschaft verhandelt mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi über eine weitreichende Zusammenarbeit. Die Kooperation werde zu garantierten Zahlungen von mindestens 250 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren führen, teilte Evotec am Dienstagabend mit. Darüber hinaus erhalte Evotec je nach Erfolg bestimmte Zahlungen und sei an etwaigen Umsätzen mit den Mitteln beteiligt. Die Verträge sollen in der ersten Jahreshälfte 2015 unterzeichnet werden.

(Mit Material von dpa-AFX)