06.04.2020 Markus Bußler

Analyst: Sie brauchen Gold!

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Gold

Der Goldpreis präsentiert sich zum Wochenauftakt freundlich. Der Spotpreis liegt mittlerweile in Schlagdistanz zu der Marke von 1.640 Dollar. Zwar liegt das Ausbruchsniveau bei knapp über 1.700 Dollar noch ein gutes Stück entfernt. Doch das dürfte die Goldanleger aktuell wenig kümmern. Auch Silber startet stark in die neue Woche, arbeitet sich aber aktuell einmal mehr an dem Widerstandsbereich bei 14,70 Dollar ab.

Jetzt meldet sich Jesse Felder, ehemaliger Analyst von Bear Stearns und aktuell Autor des Felder Reports, zu Wort und erklärt, aktuell sei die Zeit, eine signifikante Position in Gold zu haben. Seiner Ansicht nach könne der Goldpreis leicht über das Allzeithoch aus dem Jahr 2011 steigen. Er argumentiert, dass es bereits im Februar das Signal gegeben habe, Gold überzugewichten. Damals habe die Gold/Aktien-Ratio ins Positive gedreht. „Die 36-monatige Änderungsrate des Verhältnisses zwischen Gold und dem S&P hat in dieser Hinsicht ein ziemlich gutes Signal geliefert. In der Vergangenheit war es ein gutes Kaufsignal für Gold und ein gutes Verkaufssignal für Aktien, wenn es die Nulllinie überschritten hat “, sagte er. „Einige erwarten, dass sich das Defizit in der aktuellen Krise aufgrund der Kombination aus rekordverdächtigen fiskalischen Anreizen und sinkenden Einnahmen wesentlich stärker ausdehnt als vor einem Jahrzehnt. In diesem Fall würde Gold höchstwahrscheinlich über das Hoch von 2011 ausbrechen.“

Gold (ISIN: XC0009655157)

Die Argumentation scheint schlüssig: Der Goldpreis ist ein gutes Mittel, um das Vermögen zu bewahren und deshalb gerade in Zeiten wie diesen essentiell für ein ausgewogenes Portfolio. Charttechnisch – und das sollten diejenigen, die Gold auch als Spekulationsobjekt sehen beachten – hat Gold noch kein neues Kaufsignal geliefert – genauso wenig wie Silber. Bei Gold wäre tatsächlich ein Ausbruch über 1.704 Dollar im Spot notwendig, um den Chart wieder ins bullishe Lager zu drehen. Bei Silber wäre zumindest ein Sprung über 14,70 Dollar nötig, um das Bild etwas aufzuhellen. Aber selbst dann hätte Silber noch eine Menge Arbeit vor sich. Ein Sprung über 14,70 Dollar würde zunächst einmal die größte Sorge, Silber könne noch einmal unter das Tief aus dem März rutschen, beseitigen.

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Autoren: Bußler, Markus
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