Das laufende Jahr gestaltete sich für viele Finanzwerte aus Europa schwierig. Nicht so bei der Raiffeisenbank aus Österreich. Bei den Papieren geht die Post ab, der Kurs erreichte kürzlich ein neues Allzeithoch. Trotz der ungelösten Russlandproblematik ist die Aktie der Highflyer der Branche.
Der Iran-Krieg hat die Unsicherheit an der Börse massiv erhöht. Europäische Bankaktien waren davon anfangs stark betroffen, denn die Angst vor wirtschaftlichen Zweitrundeneffekten geht um. Kein Wunder also, dass die meisten Werte nicht an die außerordentlich gute Performance im letzten Jahr anknüpfen konnten.
Eine Ausnahme ist die Raiffeisenbank aus Österreich, die dort nach der Erste Group die Nummer 2 ist. Die Wiener sind neben Tschechien vor allem in Südosteuropa und damit auch auf dem Balkan in Auslandsmärkten stark engagiert. Rund 90 Prozent der Erträge stammen dabei aus dem Ausland. Und hier kommt Ungarn ins Spiel.
Der Wahlsieg des Oppositionsführers Peter Magyar hat die Börse beflügelt, da er wieder stärker auf marktwirtschaftliche Elemente setzen will. Ungarn weist relativ hohe Sondersteuern für Banken auf und es besteht die Hoffnung, dass diese sinken. Die Raiffeisenbank dürfte davon als in Ungarn tätige Auslandsbank profitieren.
Trotz der ungelösten Problematik mit der Russland-Tochter ist die Aktie auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Bewertung ist eine der niedrigsten in der europäischen Branche mit einem KGV von nur 7 im Vergleich zur Peergroup mit 11. Die Dividendenrendite liegt hingegen bei attraktiven vier Prozent.
Die laufende Empfehlung hat zuletzt mächtig aufgedreht und mehrere Kaufsignale generiert. Die Aussichten mit einer Wachstumsbelebung in Ungarn und der starken Positionierung in attraktiven Schwellenländern in Südosteuropa bleiben positiv. Investierte Anleger bleiben mit Stopp bei 33,00 Euro an Bord, Interessierte steigen ein.
Heute, 11:28