Anleger brauchen derzeit starke Nerven an der Börse. Nach vier Wochen Iran-Krieg ist unklar, in welche Richtung sich der Konflikt entwickelt. Gestern kamen nun auch US-Indizes unter Druck. Aktionären der Deutschen Bank hilft kurzfristig nur noch das Prinzip Hoffnung. Aus historischer Sicht stehen die Chancen im April dabei gar nicht schlecht.
Die Unsicherheit im Markt ist nach wie vor hoch, darüber können auch kleinere Erholungstendenzen bei Einzelwerten nicht hinwegtäuschen. Bei der Deutschen Bank steht nun die Unterstützung bei 24,81 Euro im Fokus. Diese hatte in den vergangenen Tagen dem Abwärtsdruck noch Stand gehalten, doch heute setzt erneut Abwärtsdruck bei der Aktie des Frankfurter Bankhauses ein.
Nach einem fulminanten Jahr 2025 steht der Euro Stoxx Banks nun im laufenden Kalenderjahr zehn Prozent im Minus. Mehr als doppelt so hoch sind die Verluste für Aktionäre der Deutschen Bank. Sorgen über eine totale Eskalation mit allen wirtschaftlichen Folgen lasten schwer auf dem gesamten Bankensektor.
Die Deutsche Bank Aktie hat alle wichtigen gleitenden Durchschnitte durchbrochen und einen Abwärtstrend ausgebildet. Der Versuch einer Bodenbildung könnte nun auch wieder zunichte gemacht worden sein. Das wird die Entwicklung der kommenden Tage zeigen.
Eigentlich lief es für die Aktie der Deutschen Bank aus historischer Sicht im April meist deutlich besser als in den anderen Monaten: Auf Sicht der letzten zehn Jahre betrug das durchschnittliche Plus vier Prozent. Besser war in diesem Zeitraum nur der November mit 5,2 Prozent.
Aufgrund des anhaltenden Krieges im Iran müsste es zu einer großen Überraschung kommen, damit die Aktie der Deutschen Bank an diese historische Entwicklung anknüpfen kann. Anleger sollten nicht darauf vertrauen. Die Papiere sind keine laufende Empfehlung mehr.
Heute, 10:21