Das Hin und Her beim Iran-Krieg sorgt weiterhin für große Schwankungen an den Märkten. Der DAX verliert heute moderat, Finanzwerte indes wieder überdurchschnittlich. Die Deutsche-Bank-Aktie rangiert auf einem der hintersten Plätze. Dabei deutete das Chartbild in den vergangenen Tagen auf eine gewisse Entspannung hin.
Wird nun zwischen dem Iran und den USA verhandelt oder nicht? Die Aussagen dazu von beiden Seiten sind widersprüchlich. Zumindest soll der Iran den von den Vereinigten Staaten vorgelegten 15-Punkt-Plan prüfen. Verschiedene Länder haben sich zudem als Vermittler in dem nun seit fast 4 Wochen dauernden Konflikt angeboten.
Die Achterbahnfahrt an den Börsen geht damit weiter. Das gilt insbesondere für Zykliker und Finanzwerte. Diese würden besonders von den Zweitrundeneffekten auf die Wirtschaft in Form höherer Inflation und geringeren Wachstums getroffen werden.
Die Aktie der Deutschen Bank ist nach wie vor unter den Großinstituten in Europa im laufenden Jahr der schlechteste Wert: Das Minus summiert sich auf rund 24 Prozent. Danach kommt lange nichts, die Banca Monte dei Paschi ist mit etwa 18 Prozent auf dem vorletzten Platz. Der Branchenindex Euro Stoxx Banks hat indes nur rund neun Prozent eingebüßt.
Die Bodenbildung bei der Aktie der Deutschen Bank ist nach wie vor im Gange, wenn auch zaghaft. Zumindest scheint sich die Horizontale bei 24,81 Euro als verlässliche Unterstützung zu erweisen. Für einen echten Turnaround ist es aber noch zu früh. Dafür bedarf es mehr Klarheit im Nahen Osten.
Solange es keine deutlichen Signale in Richtung eines Waffenstillstandes gibt, dürfte der Kurs der Aktie weiterhin volatil um die Marke von 25 Euro schwanken. Zumindest könnte sich der Abwärtstrend aber nun abgeschwächt haben. Die Aktie ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.
Heute, 11:29