Die Hoffnung auf ernsthafte Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die in einen Waffenstillstand münden könnten, treiben heute insbesondere Zykliker an. Das hilft auch den Papieren der Deutschen Bank, die 2025 bisher ein trostloses Bild abgegeben haben.
Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran ist nun in Woche vier. Diesen Zeitraum hatte US-Präsident Donald Trump zu Beginn des Konflikts als Dauer genannt. Nachdem er dem Iran am vergangenen Wochenende ein Ultimatum gestellt hatte, scheint Trump nun auf Deeskalation zu setzen.
Seine Regierung hat einen 15-Punkte umfassenden Plan vorgelegt, der in einen Waffenstillstand münden könnte. Die Börse hat das dankbar aufgegriffen, der DAX notiert mit einem Plus von 0,6 Prozent derzeit aber nur moderat im Plus. Größer sind die Zugewinne bei zyklischen Aktien, wozu auch die Deutsche Bank gehört.
Seit Handelsbeginn konnte sie ihre Zuwächse ausbauen und notiert nun mehr als zwei Prozent im Plus. Damit arbeitet der Kurs weiter an einer Bodenbildung um 25,50 Euro. Zumindest eine Pause im seit Anfang Februar geltenden Abwärtstrend hätte die Notierung bitter nötig. Zum Wochenstart betrug das Minus auf Jahressicht gesehen fast ein Viertel, das ist mit Abstand die schwächste Performance in der Peergroup.
Bei der Deutschen Bank drücken nicht nur Sorgen vor einem Konjunktureinbruch wie auch bei anderen Branchenvertretern auf den Kurs. Auch das im Vergleich zu den Wettbewerbern große Exposure gegenüber dem kriselnden Private-Credit-Markt bereitet Anlegern Sorge.
Stabilisiert sich die Aktie oberhalb von 25,00 Euro, wäre das ein erster Schritt nach einem desaströsen bisherigen Jahresverlauf. Fundamental ist die Aktie deutlich unterbewertet, aber in der aktuellen geopolitischen Situation ist das eher untergeordnet. Die Aktie ist derzeit keine laufende Empfehlung.
Heute, 11:21