Der Krieg im Nahen Osten dürfte die Aktienmärkte heute gehörig belasten. Besonders sensibel dürften Finanzwerte auf die neue Eskalation reagieren. Damit ist auch der charttechnische Erholungsversuch der Deutsche-Bank-Aktie zunichtegemacht. Gängige Unterstützungen kommen nun in den Fokus.
Die USA und Israel intervenieren seit Samstag im Iran, der Konflikt ist nun vollends eskaliert. Das iranische Staatsoberhaupt Ali Chamenei soll laut verschiedener Medienberichte mittlerweile getötet worden sein. Wie es jetzt weitergeht, wie lange die Luftangriffe der USA und Israels fortgesetzt werden könnten, ist völlig unklar. US-Präsident Donald Trump hatte sich dazu öffentlich bisher nicht wirklich konkret geäußert. Unklarheit herrscht auch über die Ziele der USA, somit fehlen Anhaltspunkte für eine mögliche Dauer des Krieges.
Für die Märkte materialisiert sich nun ein großes Risiko, das in den letzten Monaten eher eine untergeordnete Rolle spielte. Bankaktien in Europa hatten am Freitag vor Beginn der Angriffe bereits einen schwachen Tag. Die Papiere der Deutschen Bank schlossen mit 30,30 Euro knapp oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 30,00 Euro.
Die 200-Tage-Linie bei 29,58 Euro ist nicht mehr weit. Aber das dürfte vor einem Abverkauf heute wohl wenig schützen: Denn vorbörslich notieren die Aktien bereits vier Prozent tiefer. Am Freitag wurden europäische Branchenwerte von US-Bankwerten nach unten gezogen, da in den USA die Angst vor steigenden Kreditausfällen zu anziehenden Risikoprämien führte.
Es ist klar, dass Bankaktien heute deutlich schwächer öffnen dürften. Die Branche leidet aufgrund der Konjunktursensibilität besonders unter geopolitischen Risiken. Davon ist auch die Deutsche Bank betroffen. Investierte Anleger bewahren Ruhe und beachten den Stopp bei 27,00 Euro.
Heute, 07:57