Die Talfahrt an den Börsen aufgrund des Irans-Krieges nimmt kein Ende. Der DAX schloss gestern mit einem Minus von mehr als drei Prozent erneut deutlich tiefer. Zwar rangierte die Aktie der Deutschen Bank nicht auf einem der letzten Plätze, doch der Abschlag war signifikant. Die Analysten der US-Konkurrentin JPMorgan heben dennoch den Daumen.
Noch letzte Woche sah es für europäische Bankpapiere an der Börse ganz gut aus. Der Branchenindex Euro Stoxx Banks stand moderat im Plus. Doch seit dem Angriff der USA und Israels am letzten Wochenende auf den Iran hat sich das Blatt fundamental gedreht. Der Branchenindex notiert Stand jetzt rund sechs Prozent im Minus.
Die Aktie der Deutschen Bank hat im neuen Jahr gar mehr als 15 Prozent verloren. Bereits letzte Woche notierte der Kurs unter dem GD50 und der 100-Tage-Linie. Nun wurde am Montag noch die 200-Tage-Linie bei 29,61 Euro unterschritten, danach ging es weiter abwärts.
Für zu weitgehend halten die Analysten von JPMorgan den Abverkauf bei einigen europäischen Bankaktien. Neben der HSBC und Standard Chartered nennen sie auch die Deutsche Bank. Die Eskalation im Nahen Osten dürfte bislang nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die Gewinne der globalen Investmentbanken haben.
Die erhöhte Marktvolatilität dürfte sich bei dieser Bankengruppe eher positiv auf die Handelserträge auswirken. Die Kundenaktivitäten sollten durch die anziehende Schwankungsbreite ebenfalls steigen. Die Aktie der Deutschen Bank wird weiterhin mit „Overweight“ bewertet.
Das Chartbild hat sich durch die Entwicklung diese Woche deutlich verschlechtert. Der Stopp des AKTIONÄR bei 27,00 Euro rückt immer näher. Anleger beachten diesen, bewahren aber vorerst Ruhe. Derzeit ist nicht absehbar, wann sich die Marktlage wieder beruhigen könnte. Derzeit helfen auch keine positiven Analystenkommentare.
Heute, 07:45