Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
27.10.2014 Thomas Bergmann

DAX reißt Unterstützung - Sicherheitswesten anlegen?

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DZ Bank Knock-Out DAX
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich seit dem Ifo-Geschäftsklimaindex im Korrekturmodus. Nach dem erfolgreichen Banken-Stresstest hatte der DAX kurzzeitig die Marke von 9.100 Punkten ins Visier genommen, doch nach den enttäuschenden Konjunkturdaten ist der Schwung weg. Zur Stunde notiert der deutsche Leitindex sogar unter der wichtigen Unterstützung bei 8.900 Zählern.

Anhaltende Wachstumssorgen

Marktbestimmend ist aber einmal mehr die schwache Verfassung der Konjunktur. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübte sich im Oktober den sechsten Monat in Folge ein. Das Ifo-Geschäftsklima fiel um 1,5 Punkte auf 103,2 Punkte - den niedrigsten Stand seit dem Dezember 2012. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 104,5 Punkte gerechnet. "Die konjunkturellen Aussichten haben sich nochmals verschlechtert", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Auch die Bewertung der aktuellen Lage sowie die Erwartungen für das nächste halbe Jahr verschlechterten sich. Eine Belebung der deutschen Wirtschaftsaktivität zeichnet sich in den kommenden Monaten wohl nicht ab, sagte Helaba-Experte Ulrich Wortberg.

Neues Verkaufssignal

Mit dem Fall unter 8.900 Punkte hat der DAX ein neues Verkaufssignal generiert. Hält sich der Index dauerhaft darunter, sollte der Anleger seine Long-Positionen neu überdenken. Dann würde die Marke von 8.700 Zählern ins Visier rücken, wo eine wichtige horizontale Unterstützung verläuft.

Auf Stundenbasis lassen sich noch Unterstützungen bei 8.870 und 8.850 Punkten ausmachen. Auch die Marke von 8.800 Zählern könnte intraday Halt geben. Mehr Aussagekraft hat aber schon eher die 8.700-Punkte-Marke. Hier hatte der DAX zwischen dem 13. und 20. Oktober mehrmals Unterstützung gefunden.

Long-Positionen ausgestoppt

Im Zuge der heutigen Talfahrt wurden die empfohlenen Turbo-Optionsscheine aus DAX-Check im Printmagazin und DAX-Check beim DAF ausgestoppt. DER AKTIONÄR will aber nicht gleich eine neue Position eingehen, sondern wartet erst einmal ab.

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