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DAX-Check: Achtung, DAX stoppt Aufwärtsdrang – Grund zur Sorge?

DAX-Check: Achtung, DAX stoppt Aufwärtsdrang – Grund zur Sorge?
Foto: Börsenmedien AG
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Marion Schlegel 11.09.2014, 15:47 Marion Schlegel

Die noch vor diesem Wochenende in Kraft tretenden EU-Sanktionen gegen Russland haben den DAX am Donnerstag belastet. Nach einem freundlichen Handelsstart und anschließend richtungslosen Verlauf gab der Leitindex bis zum Nachmittag um 0,55 Prozent auf 9.646,88 Punkte nach.

Russland weiter im Fokus
Die Europäische Union (EU) verschärft ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Die Botschafter der 28 EU-Staaten einigten sich nach mehrtägiger kontroverser Debatte darauf, dass die neuen Sanktionen ab Freitag in Kraft treten sollen. Nachdem staatlichen russischen Banken die Kreditaufnahme in Europa erschwert worden ist, trifft das neue Sanktionspaket nun auch russische Öl- und Energiekonzerne. Da EZB-Präsident Mario Draghi erst am späteren Abend auf dem Eurofi Financial Forum reden wird, werden entsprechende Impulse von dieser Seite erst für den Handelsstart am Freitag erwartet.

Zudem sorgte die Meldung für Verunsicherung, dass sich die EU-Kommission nach dem deutlichen Rückgang der Erdgaslieferungen aus Russland nach Polen eingeschaltet hat. "Wir sind in Gesprächen mit den polnischen Behörden, mit den Unternehmen und Regierungen, um mehr herauszufinden und die Situation zu klären", sagte eine Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Donnerstag in Brüssel. Das weitere Vorgehen werde von den Gründen, die etwa technischer Natur sein könnten, abhängen. Die Sprecherin wollte nicht über politische Gründe spekulieren. Sie sagte aber auch: "Ich kann nichts ausschließen." Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine habe man beiden Parteien Gespräche für den 20. September in Berlin vorgeschlagen. Der polnische Energiekonzern PGNiG hatte einen deutlichen Rückgang der Erdgaslieferungen aus Russland festgestellt. Die Gaszufuhr habe am Mittwoch um 45 Prozent hinter der mit dem russischen Energieriesen Gazprom vereinbarten Liefermenge zurückgelegen. Gazprom habe bisher keinerlei Angaben zum Grund dafür gemacht, hieß es.

Mit Stopp agieren
Aus charttechnischer Sicht besteht derzeit aber kein Anlass zur Sorge. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Und auch die Unterstützung bei 9.600 Punkten hat weiterhin Bestand. Knapp darunter verläuft außerdem die 200-Tage-Linie. Anleger lassen derweil ihre Gewinne im empfohlenen Turbo-Call mit der WKN DZN 253 weiter laufen. Zur Absicherung sollte der Stopp bei 9.510 Punkten oder 11,69 Euro beachtet werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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