Die Übernahme-Fantasie durch Anta Sports hatte der Puma-Aktie zuletzt Flügel verliehen. Konkrete Neuigkeiten blieben jedoch aus, die Spekulationen verpufften – und der Kurs gab erneut nach. Nun sorgt Puma mit einem heißen Deal kurz vor dem Start der Formel-1-Saison wieder für Aufmerksamkeit.
Die Gerüchteküche brodelte schon seit Mai letzten Jahres, nun ist es offiziell: Puma wird offizieller Ausrüster von McLaren Racing – nicht nur in der Formel 1, sondern auch in der IndyCar-Serie, der F1 Academy sowie im E-Sport. Erste Produkte aus der gemeinsamen Lifestyle-Kollektion „Race Louder“ sind bereits erhältlich. Der Deal ersetzt den bisherigen Ausrüster Castore.
Puma ist schon länger im Motorsport-Premiumsegment aktiv und stattet das Team von Scuderia Ferrari seit 2005 mit Team- und Rennbekleidung aus. Darüber hinaus entwickelt Puma Ferrari-lizenzierte Schuhe, Bekleidung und Accessoires für den weltweiten Verkauf.
Anfang letzten Jahres ersetzte Konkurrent Adidas Puma bei Mercedes-Benz als offizieller Bekleidungs- und Ausrüstungspartner des Mercedes-AMG-Petronas-F1-Teams. Adidas ist zudem offizieller Bekleidungspartner von Audi in der Formel 1.
Analysten bleiben skeptisch
Adam Cochrane von der Deutschen Bank bestätigte am Mittwoch sein „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 16 Euro. Er sieht eine spürbare Rückkehr zur Profitabilität frühestens ab 2027. Puma befinde sich weiterhin in einer sehr frühen Phase der Markenerholung, das Schlussquartal 2025 habe nur begrenzte Aussagekraft.
Auch RBC-Analyst Piral Dadhania bleibt vorsichtig. Zwar stufte er die Sportartikelbranche im relativen Vergleich zu Luxusgütern als attraktiver ein, sieht aber dennoch nur ein Kursziel von 20 Euro mit der Einstufung „Sector Perform“.
Ende Februar legt Puma die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Eine sichtbare Trendwende in den Ergebnissen ist dabei kaum zu erwarten. Dafür fehlen bislang die echten Produkt-Gamechanger. Dennoch lockt die latente Übernahme-Fantasie von 29 Prozent der Anteile. Wer der AKTIONÄR-Empfehlung im Dezember gefolgt ist, bleibt an Bord und setzt weiter auf den chinesischen Rettungsanker.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Puma.
Heute, 09:30