Die Puma-Aktie kann sich am Mittwoch deutlich erholen. Mit einem Plus von rund vier Prozent macht der Sportartikelhersteller den schwachen Vortag zumindest teilweise wett und überwindet die zuletzt gerissene 50-Tage-Linie. Auslöser sind positive Analystenstimmen.
• Am Dienstag bereitete ein Analystenkommentar von Bernstein Sorge über die Umsatzentwicklung von Puma.
• Goldman Sachs rechnet nach schwächerem Jahresauftakt mit einer anziehenden Umsatzdynamik in der zweiten Jahreshälfte.
• Deutsche Bank sieht Puma noch in einer frühen Phase der Neuausrichtung der Marke.
Analyst Richard Edwards von Goldman Sachs hat das Kursziel von 31 auf 33 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Er setzt darauf, dass sich das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr spürbar belebt.
Adam Cochrane von der Deutschen Bank bestätigte die Einstufung „Hold“ und ein Kursziel von 25 Euro. Er verwies darauf, dass Puma sich noch am Beginn seiner Marken-Neuausrichtung befinde. Nach dem überraschend soliden Q1 könnten sich im zweiten Quartal weitere Hinweise zeigen, dass der Strategiewechsel greift.
Harter Fall am Vortag
Damit dreht sich die Stimmung bei Puma erst einmal wieder ins Positive. Noch am Dienstag hatte die Aktie deutlich Federn gelassen, nachdem Bernstein-Analyst William Woods mit skeptischen Aussagen zur Umsatzentwicklung im zweiten Quartal die Stimmung trübte. Er zog nach Gesprächen mit dem Management die Reißleine und kappte seine Erwartungen für das zweite Quartal. Konkret rechnet er nun auf währungsbereinigter Basis mit einem Umsatzrückgang von neun Prozent.
Bei Bloomberg stehen den 13 Haltevotums nun sieben Kaufempfehlungen entgegen. Drei der Analysten raten zum Verkauf der Aktie.
Puma steckt mitten im Turnaround und will ab 2027 zu profitablem Wachstum zurückkehren. Seit der Empfehlung in Ausgabe 50/25 hat die Aktie rund 28 Prozent zugelegt. Anleger bleiben an Bord.
FAQs zu Puma
Welcher Sportartikelhersteller beherrscht den Markt?
Nike ist mit einer Marktkapitalisierung von 68,5 Milliarden Dollar der unangefochtene Platzhirsch und hält über 28 Prozent Marktanteil im globalen Sportschuhmarkt. Adidas ist etwa halb so groß und die klare Nummer Eins in Europa. Puma ist damit etwa dreimal kleiner als Adidas und fünfmal kleiner als Nike.
Welche Region ist für Puma am wichtigsten?
Die für Puma wichtigste Region ist EMEA: 2025 entfielen 43 Prozent des Konzernumsatzes auf Europa, den Nahen Osten und Afrika. Aus Amerika stammten 35 Prozent des Umsatzes, gefolgt Asien/Pazifik mit 22 Prozent.
Zahlt Puma Dividende?
Puma zahlt für das Geschäftsjahr 2025 aufrund des negativen Konzernergebnisses keine Dividende. Für das Vorjahr hatte Puma noch 0,61 Euro je Aktie ausgeschüttet.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Puma.
Heute, 12:10