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10.08.2020 Pierre Kiren

Microsoft vs. Twitter: Kommt es zum Bieterstreit?

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Microsoft

Microsoft bekommt mit Twitter im Gerangel um die Zukunft der chinesischen Video-App Tiktok einen Mitstreiter. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Zur aktuellen Stunde sei noch unklar, ob der Kurznachrichtendienst die Pläne tatsächlich umsetzt. Großer Knackpunkt in der Entscheidungsfindung sei noch die Frage, ob das Unternehmen die Finanzierung stemmen könnte.

Tendenziell dürfte die beliebte Video-App mehrere Milliarden Dollar kosten, wofür Twitter schlechter ausgestattet ist als Microsoft. Der Softwareriese sitzt auf Cashreserven von über 130 Milliarden Dollar. Twitter hat lediglich einen Börsenwert von circa 30 Milliarden Dollar. Twitter müsste zusätzliche Mittel auftreiben. Zuletzt standen als Kaufpreis eine Summe zwischen 10 bis 30 Milliarden Dollar im Raum.

Allerdings punktet Twitter auf regulatorischer Ebene, denn Microsoft ist den Wettbewerbshütern aufgrund ihrer Marktmacht ein Dorn im Auge. Einem der Insider zufolge wäre Twitter für China die bessere Wahl, zumal der Konzern noch keine Geschäftsbeziehungen im Reich der Mitte unterhält.

Der chinesische Tiktok-Eigentümer Bytedance verhandelt derzeit unter massivem Druck aus dem Weißen Haus mit Microsoft über eine Übernahme des US-Geschäfts. Die US-Regierung vertritt die Auffassung, dass Tiktok als chinesische Spionageinstrument dient, wodurch Informationen amerikanischer Bürger bei Tiktok nicht sicher seien. Tiktok weist dies zurück und verweist darauf, dass Daten amerikanischer Nutzer in den USA gespeichert würden.

Twitter (WKN: A1W6XZ)

Tiktok hat eine starke Markenbekanntheit. Alleine in den USA hat die App eigenen Angaben zufolge 100 Millionen Nutzer. Ähnlich wie Twitter handelt es sich bei der Tiktok-Plattform überwiegend um kurzweilige Videoinhalte. Aus diesem Grund wäre die Übernahme eine gute Ergänzung für das Twitter-Portfolio, wodurch neue Wachstumspotenziale freigesetzt werden. Allerdings müsste sich Twitter vorrausichtlich stark verschulden, um den Zukauf zu stemmen. DER AKTIONÄR geht daher davon aus, dass Twitter gegenüber Microsoft das Nachsehen haben wird.

 

(Mit Material von dpa-AFX)


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