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Foto: Amazon
31.08.2020 Andreas Deutsch

Amazon im Attackemodus – das steckt hinter den Autoplänen des Konzerns

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Amazon.com

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon rüstet seine Lieferflotte in Europa mit 1.800 Elektro-Transportern von Daimler auf. Die Fahrzeuge sollen noch bis Jahresende auf die Straße kommen, betonte Amazon-Chef Jeff Bezos in einer Mitteilung am Freitag. Der jüngste Auto-Deal ist Teil einer bemerkenswerten Strategie des Konzerns.

Zu der Bestellung bei Daimler gehören 1200 Fahrzeuge vom neuen Typ E-Sprinter sowie 600 mittelgroßen Elektro-Vans vom Typ E-Vito.

Amazon macht damit weiter mobil. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern angekündigt, 100.000 Elektro-Lieferwagen beim Start-up Rivian zu kaufen. Gemeinsam mit anderen Investoren hat Amazon 2,5 Milliarden Dollar in Rivian gesteckt. Daneben hat der E-Commerce-Gigant das Start-Up Zoox, einen Spezialisten für autonomes Fahren, gekauft.

Es liegt auf der Hand, wo Amazon hinwill: Der Konzern will bei der Lieferung autark werden. Am besten mit selbstfahrenden Autos. „Sollte es Amazon gelingen, die letzte Meile zu automatisieren, wäre dort eine Kostenersparnis bei der Zustellung von bis zu 40 Prozent möglich“, so Peter Fintl, Director Technology & Innovation beim Beratungsunternehmen Altran, zum Handelsblatt.

Doch Amazon könnte noch viel mehr erreichen, nämlich ein gefährlicher Wettbewerber für die Autobranche werden. Die Vans von Rivian haben großes Potenzial, sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich. Ein Börsengang würde viele Milliarden Dollar einbringen.

Auch Zoox ist für Amazon eine wertvolle Investition. Die Marktforscher von Statista erwarten, dass bis 2030 jedes zehnte Auto von alleine fährt.

Amazon.com (WKN: 906866)

Amazon ist viel mehr als E-Commerce und Cloud. Deswegen hat die Aktie immer noch Luft und bleibt ein klarer Kauf. 

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