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Wirecard: Schlusslicht im DAX – was steckt dahinter?

Wirecard: Schlusslicht im DAX – was steckt dahinter?
Foto: Börsenmedien AG
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Nikolas Kessler 05.12.2018, 10:00 ‧ Nikolas Kessler
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Schwache Vorgaben aus den USA haben dem deutschen Aktienmarkt den Tagesstart verhagelt. Im DAX ist Wirecard am Morgen mit bis zu 3,5 Prozent Verlust der größte Verlierer. Nach der kurzzeitigen Erholung zu Wochenbeginn rückt das erhoffte charttechnische Kaufsignal dadurch erneut weiter in die Ferne.

Als einer der Gründe für den heftigen Rücksetzer des US-Aktienmarkts am gestrigen Dienstag gilt der Anstieg der kurzfristigen Zinsen. Fallen die Renditen langfristiger Anleihen unter diejenigen mit kürzere Laufzeit, spricht man von einer inversen Zinskurve. Diese wiederum gilt als möglicher Vorbote einer wirtschaftlichen Abschwächung.

Für Wirecard käme einen solchen Abschwung mehr als ungelegen – verdient der Zahlungsabwickler doch gutes Geld, wenn die Verbraucher beim Shopping im Laden oder im Internet die Kreditkarte glühen lassen. Nicht zuletzt dank dem anhaltenden Boom bei Online-Shopping und dem Trend hin zur Digitalisierung von Zahlungsprozessen hatte das Unternehmen in den vergangenen Monaten recht optimistisch klingende Mittel- und Langfristprognosen abgegeben. 

Hinzu kommen weitere Gewinnmitnahmen, denn trotz der jüngsten Korrektur notiert Wirecard auf Sicht von zwölf Monaten aktuell noch über 50 Prozent im Plus. 

Auch wenn einige Analysten inzwischen bereits von einer Überreaktion sprechen und sich die Verluste hierzulande im Vergleich zum gestrigen US-Handel in Grenzen halten, geht es für Wirecard am Mittwoch erneut deutlich bergab. Nach anfänglichen Verlusten von über drei Prozent schrumpft das Minus aktuell zwar auf rund zwei Prozent, damit ist der DAX-Aufsteiger aber immer noch das Schlusslicht im Leitindex.

Quelle: Börsenmedien AG

Aktie weiter auf Richtungssuche

Der erhoffte Sprung über die 200-Tage-Linie sowie die Rückkehr in den langfristigen Trendkanal im Bereich von 143,50 Euro – und somit auch das charttechnische Kaufsignal – lassen unter diesen Vorzeichen weiter auf sich warten. Stattdessen hat sich der Kurssprung zu Wochenbeginn einmal mehr als Bullenfalle erwiesen. Auch kurzfristig orientierte Trader sollten daher eine klare Richtungsentscheidung im Chart abwarten.

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