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23.12.2019 Nikolas Kessler

Wirecard-Rivale Adyen: Neues Allzeithoch dank McDonald’s-Deal?

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Adyen

Die Aktie des niederländischen Zahlungsabwicklers Adyen hat seit Anfang Oktober rund 30 Prozent zugelegt. Alleine in der Vorwoche waren es rund sechs Prozent. Damit rückt sogar das bisherige Allzeithoch in greifbare Nähe.

Dank der dynamischen Aufwärtsbewegung der letzten Monate ist der Kurs am Freitag bis auf 742,60 Euro geklettert. Aus charttechnischer Sicht wurde dabei der horizontale Widerstand im Bereich von 730 Euro geknackt. 

Das Jahreshoch von Anfang April bei 746,20 Euro und das bisherige Allzeithoch bei 758,90 Euro von Mitte September 2018 sind damit nur noch wenige Euro entfernt. Ein Ausbruch über diese Marken wäre ein neues Kaufsignal und könnte das Ende der zwischenzeitlichen Konsolidierung auf hohem Niveau.

Dicker Deal mit McDonald's

Für Unterstützung sorgte dabei eine Meldung, wonach Adyen künftig die mobilen Zahlungen mit der neuen App von McDonald’s abwickeln wird. Die App soll im ersten Quartal 2020 zunächst in Großbritannien an den Start gehen und anschließend international ausgerollt werden. Sie ermöglicht es den Nutzern, ihre Bestellung per Smartphone aufzugeben und zu bezahlen.

Geht es nach Kamran Zari, Chief Operating Officer bei Adyen, ist das aber nur der Anfang – er hofft, die Payment-Partnerschaft mit McDonald’s in Zukunft auch über mobile Zahlungen hinaus ausbauen zu können.  

Neuer Analystenliebling

Auch positive Analystenkommentare haben bei der Adyen-Aktie zuletzt für gute Stimmung gesorgt. Mitte Dezember hat die US-Investmentbank Morgan Stanley den Zahlungsabwickler zu einem ihrer Top-Picks im Tech-Sektor für 2020 gekürt. Im Zuge dessen wurde die Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel auf 885 Euro erhöht.

Noch bullisher ist nur Goldman-Sachs-Analyst Mohammed Moawalla, der Adyen bereits Mitte Oktober als neuen Branchenfavoriten auserkoren und das Kursziel auf satte 960 Euro angehoben hatte.

Adyen (WKN: A2JNF4)

Ob das Analystenlob und die sportliche Bewertung (KGV 2020: 77) gerechtfertigt sind, wird sich spätestens bei der nächsten Bilanzvorlage am 27. Februar zeigen. Der Deal mit McDonald’s wird sich darin jedoch noch nicht niederschlagen. Spekulative Anleger können das (bevorstehende) Kaufsignal nutzen, um mit einer kleinen Position wieder einen Fuß in die Tür zu stellen.