14.12.2018 Nikolas Kessler

Wirecard-Chef Braun denkt nicht ans Aufhören

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Wirecard

Markus Braun steht bereits seit fast zwei Jahrzehnten an der Unternehmensspitze von Wirecard. Auch wenn ihn sein Unternehmen längst zum Milliardär gemacht hat: Ans Aufhören denkt der 49-jährige Österreicher noch lange nicht – im Gegenteil.

Geht es nach Braun, würde er dem Unternehmen gerne noch lange Jahre treu bleiben und seinen derzeitigen Vertrag, der im Jahr 2020 ausläuft, verlängern. „Ich mache den Job jetzt seit knapp 20 Jahren und kann mir vorstellen, ihn auch noch viele weitere Jahre auszuüben“, sagt er dem Handelsblatt anlässlich seiner Kür zum „Aufsteiger des Jahres“.

Braun ist bei Wirecard nicht nur CEO und Technikvorstand, sondern auch größter Aktionär: Rund sieben Prozent der Anteile hält er inzwischen. Dank des rasanten Anstiegs des Börsenwerts von Wirecard in den vergangenen Jahren ist seine Beteiligung heute Milliarden wert. Zudem hat der Manager das vergleichsweise junge Unternehmen vor wenigen Monaten in den DAX geführt – ein beachtlicher Erfolg, den Braun selbst in Interviews als „Zwischenschritt“ heruntergespielt hat.

Aktie auf der Watchlist

Der Aktie konnte der Aufstieg in den deutschen Leitindex zunächst keine neuen Impulse liefern, stattdessen befindet sie sich seit dem Allzeithoch bei 199 Euro von Anfang September im Korrekturmodus. Zwar konnte sich der Kurs zuletzt im Bereich zwischen 131 und 140 Euro stabilisieren, Anleger sollten vor dem (Wieder-) Einstieg aber die charttechnische Richtungsentscheidung abwarten.

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