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04.11.2020 Carsten Kaletta

Wallstreet-Vorbericht: Start mit grünen Vorzeichen – Technologie-Werte besonders gefragt – Wahl noch nicht entschieden

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Die US-Futures sind im vorbörslichen Handel äußerst volatil. So ist die US-Wahl immer noch nicht nicht entschieden, da die Stimmenauszählung in den entscheidenden Swing-States Michigan, Pennsylvania und Wisconsin noch Tage dauern könnte. Der Future auf den technologielastigen Nasdaq 100 machte aber einen mächtigen Satz nach oben, als Trumps Sieg in Florida über die Ticker lief. So dürften US-Tech-Werte von einer zweiten Amtszeit des Republikaners maßgeblich profitieren. Aktuell liegt der Dow Jones mit 0,6 Prozent im Plus, der S&P 500 Future wird mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent gehandelt und der Nasdaq dürfte zum Handelsstart mit einem Zuwachs von mehr als Prozent auf der Anzeigentafel leuchten.

Unternehmensseitig verzeichnet Advanced Micro Devices (AMD) vorbörsliche Zuwächse. AMD wurde von Goldman Sachs von "neutral" auf "kaufen" heraufgestuft. Diesem Rating liege die Bewertung des Chipherstellers, die starken Fundamentaldaten und die gute Position auf dem Personalcomputer- und Servermarkt zugrunde. Die AMD-Aktien notiert aktuell um mehr als vier Prozent höher. Auch Intel-Aktionäre können sich über Kursaufschläge von rund zwei Prozent freuen, nachdem der südkoreanische Branchenkollege Hynix für das dritte Quartal einen Gewinnsprung berichtet hatte.

Ebenfalls auf der vorbörslichen Gewinnerliste befinden sich die Aktien von Alibaba. Das Unternehmen wird nach der Aussetzung des geplanten Rekord-Börsengangs der Tochtergesellschaft Ant Group in Höhe von 37 Milliarden Dollar weiterhin beobachtet, berichtet CNBC. Chinesische Staatsmedien haben den Schritt als „notwendig und vernünftig" bezeichnet und Bedenken hinsichtlich des fairen Wettbewerbs und des Datenschutzes angeführt. Die Aktien von Alibaba stiegen vor dem Läuten der berühmten Eröffnungsglocke um fast zwei Prozent.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Auch die Papiere von Hilton Worldwide Holdings sind vor Handelsstart gefragt. Der Hotelbetreiber meldete einen Quartalsgewinn von 6 Cent pro Aktie, obwohl ein Verlust von 2 Cent pro Anteilsschein erwartet wurde . Die Umsätze lagen jedoch unter den Prognosen der Wall Street, da die vergleichbaren Einnahmen pro verfügbarem Zimmer im Vergleich zum Vorjahr um fast 60 Prozent sanken. Die Aktien von Hilton gewinnen vorbörslich dennoch etwas mehr als ein Prozent.

Zu den Verlierern vor der US-Börsen-Eröffnung gehören hingegen Solaraktien. Der Sektor hatte in den letzten Wochen auf einen klaren Wahlsiegs von Joe Biden gesetzt und damit von der Fantasie auf eine zukünftig  „grünen Politik“ profitiert.

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