++ KI-Boom ‒ so sind 125 Prozent drin ++

Wall Street: Verschnaufpause – Bilanzen im Fokus

Wall Street: Verschnaufpause – Bilanzen im Fokus
Foto: blvdone/Shutterstock
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Lukas Meyer Heute, 14:55 Lukas Meyer

Die Rekordjagd an der Wall Street legt am Donnerstag einen Zwischenstopp ein. Nach den gestrigen Höchstständen reagieren Anleger vorsichtiger auf die anlaufende Berichtssaison. Rund eine Stunde vor dem Handelsbeginn in New York notierten die Futures auf die großen Indizes im Minus. Der Dow Jones verlor 196 Punkte respektive 0,39 Prozent auf 49.472 Punkte. Der Nasdaq 100 wird bei 27.047 Zählern (-0,12 Prozent) erwartet, während der S&P 500 vorbörslich um 0,15 Prozent auf 7.134 Punkte nachgibt.

Infront DowJones (WKN: 969420)

Die Lage im Nahen Osten sorgt weiter für Verunsicherung. Die Waffenruhe im Iran-Krieg steht zunehmend auf der Kippe, da diplomatische Fortschritte ausbleiben. US-Präsident Donald Trump erhöhte den Druck auf Teheran und setzte kurze Fristen für einen Verhandlungsvorschlag zur Beendigung des Konflikts.

Diese geopolitische Spannung spiegelt sich unmittelbar in den Energiepreisen wider: Der Ölpreis stieg den vierten Tag in Folge, wobei Brent-Öl an die Marke von 104 US-Dollar heranrückte. Marktteilnehmer sorgen sich zudem um die Blockade der Straße von Hormus, die als zentrale Ader für den globalen Ölhandel fungiert. Das Ausbleiben neuer Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran verunsichert die Anleger zusätzlich und lässt das Inflationsrisiko wieder steigen. In diesem nervösen Umfeld übernehmen nun die Quartalszahlen der US-Konzerne das Kommando auf dem Parkett.

Einzelwerte im Fokus

An der Spitze der vorbörslichen Gewinner steht Texas Instruments mit einem Plus von neun Prozent. Der Halbleiterhersteller trotzt der allgemeinen Marktschwäche und überzeugte dank des KI-Booms nicht nur mit den Quartalszahlen, sondern lieferte auch einen Prognose-Beat für das Gesamtjahr. Ebenfalls freundlich tendiert Netflix mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent. Der Streaming-Gigant genehmigte ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 25 Milliarden US-Dollar. Im Technologiesektor sorgen zudem Nokia und Mobileye für positive Überraschungen und klettern um 10 respektive 17 Prozent nach starken operativen Ergebnissen.

Dagegen büßte IBM vorbörslich 7,5 Prozent ein. Trotz robuster Umsätze verzichtete der IT-Konzern darauf, seine Jahresziele anzuheben. Noch deutlicher unter Druck steht ServiceNow mit einem Minus von 13 Prozent. Hier belastet die Integration des Cybersicherheits-Unternehmens Armis den Ausblick. Auch der Mischkonzern Honeywell gibt nach enttäuschenden Quartalserlösen um 5,5 Prozent nach. Bei Tesla führt die Warnung von Elon Musk vor steigenden Investitionsausgaben für autonomes Fahren zu einem Kursrückgang von zwei Prozent, obwohl der bereinigte Gewinn die Erwartungen schlug.

Ein optimistisches Signal sendet Lam Research mit einem Plus von drei Prozent und bestätigt damit fundamental den anhaltenden Chip-Boom. Die Luftfahrtbranche zeigt hingegen Risse: American Airlines verliert 1,2 Prozent, während Southwest Airlines nach verfehlten Gewinnzielen um 2,5 Prozent nachgibt. Im Finanz- und Chemiesektor notiert American Express nach einem positiven bereinigten Ergebnis 0,6 Prozent höher, und Dow Inc behauptet sich trotz eines Umsatzrückgangs über den Erwartungen.

Nach dem Börsenschluss richten sich die Blicke auf den Chiphersteller Intel und den Goldförderer Newmont Mining, die ihre Zahlenwerke für das erste Quartal vorlegen werden.

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