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Foto: Börsenmedien AG, Volkswagen AG
26.08.2021 Marion Schlegel

Volkswagen: Engpass sorgt für Druck – diese Unterstützung ist jetzt wichtig

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Volkswagen Vz.

Die Produktion im Volkswagen -Stammwerk in Wolfsburg läuft wegen fehlender Elektronikbauteile eingeschränkt weiter. Die Kurzarbeit wurde bis zum 5. September verlängert, wie ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch mitteilte. Es solle auf allen Fertigungslinien nur in einer Schicht produziert werden. Neben dem Stammwerk in Wolfsburg seien auch die Standorte Zwickau und Dresden betroffen. Wie viele Beschäftigte insgesamt davon betroffen seien, konnte der Sprecher nicht sagen.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Grund für den Arbeitsausfall sei die anhaltend angespannte Liefersituation bei Halbleitern. Infolge der Pandemie musste das Unternehmen das Produktionsprogramm schon mehrmals anpassen. Die Halbleiter-Bauteile stecken in zahlreichen Elektroniksystemen. Die Nachfrage aus der Autoindustrie war jahrelang gestiegen, brach dann aber in der Corona-Krise zunächst ein. Die Chipproduzenten fanden neue Abnehmer, etwa aus der IT, Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik.

Die Produktionskürzungen in der Autoindustrie wegen Lieferengpässen dürften sich laut den Experten von Baader Europe nur in geringem Maße negativ auf die Geschäftszahlen zum zweiten Halbjahr auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine am vergangenen Freitag veröffentlichte Studie des Analysehauses.

Die Experten von Baader Europe wiesen zudem darauf hin, dass sich mit Stellantis, Ford und Volkswagen anlässlich der jüngsten Präsentation ihrer Geschäftszahlen zuversichtlich geäußert hätten. Alle drei hätten zwar gesagt, dass die Produktion im dritten Quartal stark von der Halbleiterknappheit betroffen sein sollte. Die Situation sollte sich im vierten Quartal entspannen. Wer als Autobauer Zugang zu Halbleitern habe, dürfte sich weiter auf die Produktion von Modellen mit hohen Margen konzentrieren, resümierten die Analysten.

Die Volkswagen-Aktie hat allerdings zuletzt deutlich an Schwung verloren. Das Papier hat aber die wichtige 200-Tage-Linie erfolgreich verteidigen können, was ein positives Zeichen ist. Anleger bleiben an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)