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Volkswagen: E-Bulli ID-Buzz in den Startlöchern – das ist der Zeitplan

Volkswagen: E-Bulli ID-Buzz in den Startlöchern – das ist der Zeitplan
Foto: Volkswagen AG
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Marion Schlegel 10.03.2022, 06:42 Marion Schlegel

Über 70 Jahre ist es her, dass Volkswagen die ersten Ausgaben des späteren Flower-Power-Autos in Hannover zusammenbaute – jetzt soll der ID.Buzz das Erbe des Bullis in der Elektrowelt fortführen. Für den Hersteller steht dabei einiges auf dem Spiel.

Der E-Bus ist der erste Beitrag der leichten Nutzfahrzeuge (VWN) zur neuen ID-Reihe, und er soll mittelfristig eine Art Serienauftakt für autonome Fahrfunktionen machen. Dazu kommen hohe Kundenerwartungen – nicht nur Nostalgiker aus der T1-Epoche dürften genau hinsehen.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

VW-Kernmarkenchef Ralf Brandstätter, jüngst in den Konzernvorstand aufgerückt, sparte zur Vorstellung des "emotionalen Produkts" am Mittwochabend nicht mit Pathos und beschwor den Zeitgeist der 60er: "Dieses Lebensgefühl bringen wir auf die Straße, ins Hier und Heute." Auch jenseits von Marketing-Floskeln hat der ID.Buzz in der Tat eine zentrale Rolle. Er steht für "die Kernelemente unserer Strategie: E-Mobilität, Digitalisierung, Vernetzung und assistiertes Fahren".

Nach jahrelanger Planung wird es nun ernst. Die letzte Vorserie lief Ende 2021 im VWN-Stammwerk in Hannover durch, in der ersten Hälfte dieses Jahres soll die Vollproduktion beginnen. Markteinführung in Europa ist dann im Herbst, vorher läuft im Mai der Vorverkauf an. Zunächst wird der ID.Buzz mit einem 150-Kilowatt-E-Motor angeboten.

Der Antrieb auf Basis des Elektro-Baukastens MEB ist bereits aus anderen ID-Ablegern bekannt, 30 Prozent der E-Fahrzeuge des Konzerns haben mittlerweile diese Grundarchitektur. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der ID.Buzz, weil es auch um eine vertiefte Vernetzung geht.

Schon die ersten Neo-Bullis können etliche Assistenzsysteme mit erweiterten Funktionen enthalten, in der "höchsten Ausbaustufe" sollen es laut VWN über 30 sein. Unter anderem liefert der Nachbar Continental aus Niedersachsen zu. "Viele Technologiebeiträge von uns sind an Bord", sagte dessen Vorstandschef Nikolai Setzer am Mittwoch.

Höhere Stufen des teilautonomen und vollautonomen Fahrens sind aber ebenso vorgesehen. Bei der Automesse IAA im September stellte VW dazu eine Prototypen-Version vor

Nach dem "Green Deal" der EU passte VW seine Klimaziele an. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß bei der Kernmarke VW Pkw in Europa um 40 Prozent abnehmen. Der Gesamtkonzern strebt bis 2030 – ebenfalls bezogen auf das Basisjahr 2018 – eine Senkung um 30 Prozent an.

Volkswagen ist mit seiner Elektro-Offensive gut gegen die Konkurrenten Tesla und Ford aufgestellt. Nach der deutlichen Korrektur seit Mitte Februar konnte die Aktie von VW am Mittwoch im Zuge der Erholung an den Märkten wieder deutlich nach oben drehen. Wichtiges erstes Signal wäre der Sprung über die 160-Euro-Marke.

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