29.07.2019 Jochen Kauper

Volkswagen-Aktie: 3 Gründe, die für steigende Kurse sprechen

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Volkswagen Vz.
Trendthema

VW hat Anleger und Analysten überzeugt. Der Autobauer erwirtschaftete im zweiten Quartal mehr Gewinn als im Vorfeld erwartet. Deren Urteil über die Q2-Zahlen fällt durchweg positiv aus. Auch aus charttechnischer Sicht hat die Aktie Potenzial nach oben.

VW hat im zweiten Quartal positiv überrascht. Der Umsatz des Autobauers kletterte im Vorjahresvergleich um 6,6 Prozent auf 65,2 Milliarden Euro, das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis lag mit 5,13 Milliarden Euro aber über den Erwartungen der Analysten.

Dafür gab es für VW Lob von vielen Seiten: „Der VW-Konzern hat sich gut geschlagen. Der Absatz war deutlich besser als der Weltmarkt und China war nicht beunruhigend“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut gegenüber DER AKTIONÄR.

Dudenhöffer sieht sogar noch Luft nach oben: „Bei dem hohen Umsatz und dem Umsatzzuwachs hat die Umsatzrendite bei der Kernmarke noch Luft nach oben, die mit Kostensenkungen und Effizienz in der Produktion erreichbar ist“, sagt der Autoexperte.

Nord-LB-Analyst Frank Schwope zum Beispiel schraubte das Kursziel für die VW-Aktie von 165 Euro auf 175 Euro nach oben.

Hinzu kommt: Auch die Zahlen der Brummi-Tochter Traton fielen gut aus. Der Umsatz kletterte um 7 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro, die operative Rendite lag bei 7,9 Prozent. Das sollte der Muttergesellschaft Volkswagen Rückenwind verleihen.

Auch charttechnisch sieht die VW-Aktie spannend aus: Das Papier hat am 26. Juni die wichtige 200-Tage-Linie geknackt und ein Kaufsignal signalisiert. Die nächsten Widerstände warten im Bereich von 157,50 Euro und 160,70 Euro. Nimmt der Kurs auch die Hürde bei 165,50 Euro, hat die VW-Aktie Potenzial bis 175,00 Euro. In einem freundlichen Gesamtmarkt kann der DAX-Titel sogar in den nächsten Monaten bis 185,00 Euro laufen.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Grundsätzlich hat sich das Umfeld für die Autowerte zuletzt deutlich aufgehellt. Die Gewinnwarnungen von Daimler und Continental waren schnell verdaut. Die Autoaktien legten im Anschluss sogar deutlich zu. Es scheint, als wären alle negativen Nachrichten eingepreist.