Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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19.10.2018 Dr. Dennis Riedl

Vier Gründe, warum sich bei Conti jetzt ein Griff in das „fallende Messer“ lohnt

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Continental

Noch hinter den Banken ist die Conti-Aktie heuer der schwächste Performer im DAX. Dem negativen Trend zum Trotz bietet sich nun aus psychologischen und gleich mehreren technischen eine attraktive Einstiegsgelegenheit – zumindest in Bezug auf die nächsten Tage bis Wochen.

Die Conti-Aktie ist an der Börse gegenwärtig so „out“ wie zuletzt am Ende der Finanzkrise 2009, von der das Unternehmen durch die Absatzkrise bei den Autos besonders schwer gebeutelt wurde. Der Grund dieses Mal: Zwei Gewinnwarnungen und interne Unruhen, etwa durch aufkommende Spekulationen über Standortschließungen.

Conti: Überverkauft in vielfältiger Hinsicht
Einhergehend mit dem anhaltend negativen Newsflow drückt die extreme Kursschwäche Anlegern auf das Gemüt. Doch hier befinden wir uns nun in einer technischen Extremsituation, die eine selten günstige Einstiegsgelegenheit für konträre Anleger schafft:
1) Gegenwärtig wird eine sehr markante Unterstützungslinie im Chart angelaufen (siehe Chart). Sie sollte in jedem Fall für eine verstärkte Gegenwehr der Bären und Schnäppchenjäger sorgen.
2) Der RSI ist überverkauft mit einem Stand von 26. Anders als ein hoher RSI trägt ein schwacher Stärke-Indikator von unter 30 Bedeutung: Er führt statistisch in der Mehrzahl der Fälle zu einer Erholung von mindestens einigen Tagen. Danach muss die Lage allerdings neu bewertet werden.
3) Das untere Bollingerband in den Standardeinstellunegn verläuft aktuell bei 131 Euro, die Aktie notiert mittlerweile knapp darunter. Ein weiteres Zeichen für einen überverkauften Zustand. Alleine ist dieser Idiaktor wenig hilfreich, aber in Kombination mit den anderen Konstellationen ein hilfreiches Timing-Instrument.
4) Die Aktie notiert mittlerweile 37 Prozent unter ihrer 200-Tage-Linie. Statistische Untersuchungen für DAX-Aktien zeigen, dass ab Werten von 30-35 Prozent die Renditeerwartung der jeweiligen Aktie deutlich zu klettern beginnt (und insbesondere positiv ausfällt).

Fazit: Eine attraktive Rebound-Chance, bei der es statistisch gesehen ausnahmsweise einmal sinnvoll ist, in ein „fallendes Messer“ zu greifen.

Buchtipp: Regel Nummer 1

Früher war Phil Town wie alle anderen. Er hielt Geldanlage für zu kompliziert, um darin erfolgreich sein zu können. Als ehemaliger Angehöriger der Eliteeinheit Green Berets, der seinen Lebensunterhalt als River Guide verdiente, schien ihm das alles zu undurchsichtig. Um es richtig zu machen – davon war er überzeugt –, müsse man es als Vollzeitjob betreiben. Dann allerdings lernte er die Regel Nummer 1 kennen. Sie ist ganz einfach: „Verliere kein Geld!“ In seinem Klassiker erklärt Town, wie er mithilfe dieser einen Regel in fünf Jahren aus tausend Dollar eine Million machte. Er zeigt, dass „kein Geld verlieren“ an der Börse gleichbedeutend ist mit „mehr Geld verdienen, als man sich je vorgestellt hätte“. Town redet Klartext: „Ich werde Ihre Zeit nicht mit Gelaber verschwenden, nicht mit klugen Geschichten, die Ihnen Sachen sagen, die Sie bereits wissen. Der Deal ist einfach: Ich bringe Sie ans Ziel, und zwar Schritt für Schritt.“
Regel Nummer 1

Autoren: Town, Phil
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 23.08.2018
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-606-6