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16.09.2020 Alfred Maydorn

Verrückt: Warren Buffett kauft Schneeflocke für 735 Millionen Dollar

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Berkshire Hathaway

Aus der aktuellen Ausgabe von maydornsmeinung: 735 Millionen Dollar sind eine Menge Geld – sogar für Warren Buffett und seine Investmentholding Bershire Hathaway. Vor allem dann, wenn dieses Geld in eine Schneeflocke investiert wird. Gemeint ist natürlich das Software-Unternehmen Snowflake, das heute (Mittwoch) frisch an die Börse kommt und an dem sich im Rahmen des IPOs auch Berkshire beteiligen wird.

Sportliche Bewertung

Dass Buffett in ein IPO investiert, ist schon äußerst ungewöhnlich, genau genommen gab es das noch nie. Und dann auch noch ausgerechnet eine Technologiefirma, nicht unbedingt die Kernkompetenz von Berkshire und Buffett. Und nachdem Snowflake im Vorfeld des Börsengangs gleich mehrfach den Ausgabepreis angehoben hat, weist das Unternehmen mittlerweile auch eine sehr „sportliche“ Bewertung auf.

Beim gestern festgelegten Ausgabepreis von 120 Dollar pro Aktie wird Snowflake mit gut 33 Milliarden Dollar bewertet. Das entspricht dem 66-fachen Jahresumsatz von etwa 500 Millionen Dollar im laufenden Geschäftsjahr. Ein KGV hat Snowflake noch nicht, weil man noch tief in den roten Zahlen steckt.

Wenn aus teuer noch teurer wird

Snowflake ist ein Anbieter von Cloud-Software und wächst mit über 100 Prozent, insofern ist die hohe Bewertung gleich zum Start keine Überraschung. Aber dass Buffett bei der „Schneeflocke“ mitmischt verblüfft dann doch. Aber es zeigt auch zwei Dinge: Erstens, dass an Technologieaktien kein Weg vorbei führt und zweitens, dass Aktien von guten Technologiefirmen teuer sind, sehr teuer sogar. Aber Buffett würde sicherlich nicht 735 Millionen Dollar in Snowflake investieren, wenn er nicht davon ausginge, dass die Aktie noch teurer wird.

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