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05.03.2021 Michael Schröder

Varta: Das ist der faire Wert der Aktie

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Varta

Über die operative Entwicklung bei Varta und die Aussichten des Batterieherstellers hat DER AKTIONÄR zuletzt eingehend berichtet. Die Aktie ging nach einem verhaltenen Ausblick auf das laufende Jahr deutlich in die Knie. Die vor allem psychologisch wichtige 100-Euro-Marke rückt immer näher. Der Blick auf die Analystenschätzungen zeigt ein eindeutiges Bild.

Beim Umsatz dürfte Varta im laufenden Jahr rund 15 Prozent zulegen. Das Ergebnis soll deutlich stärker wachsen. Für das bereinigte EBITDA könnte zu Weihnachten ein Plus von mehr als 25 Prozent zu Buche stehen. Der Gewinn je Aktie dürfte sogar um rund 40 Prozent steigen. Für einen Weltmarktführer im Bereich Hörgeräte- und Kopfhörerbatterien gute Aussichten, die auf dem aktuellen Niveau mit einem KGV von 29 aber bereits im Kurs eingepreist sein dürften.

Fair bewertet

Kaufempfehlungen gibt es von Seiten der Analysten derzeit keine. Von den acht Experten, die die Aktie im Blick haben, empfehlen vier, die Papiere zu verkaufen. Die anderen vier Strategen stehen dem Titel neutral gegenüber. Das höchste Kursziel kommt mit 135 Euro von der DZ Bank. Stifel Europe sieht den Aktie dagegen nur bei 92 Euro fair bewertet. Das durchschnittliche Kursziel aller acht Profis beträgt 109,50 Euro. Soll heißen: Aus Sicht der Analysten ist die Aktie aktuell absolut fair bewertet.

Frischen Schwung könnte die Aktie bekommen, wenn der Batteriehersteller die marktreife Übertragung seiner innovativen Technologie auf größere Zellformat gelingt. Diese könnten dann in Zukunft auch in Elektroautos und stationären Batteriespeichern eingesetzt werden – also in den boomenden Wachstumsmärkten schlechthin. Doch das ist noch (!) Zukunftsmusik.

Varta (WKN: A0TGJ5)

Das Fazit hat Bestand: Mit dem erfolgreichen Ausbau der Aktivitäten im Bereich größerer Zellformate könnte der Konzern der Aktie mittelfristig wieder neue Fantasie einhauchen. Kurzfristige Impulsgeber sind ansonsten eher Mangelware. Anleger mit Weitblick bleiben ruhig und nutzen schwache Tage im unteren Bereich der Seitwärtsrange zwischen 100 und 125 Euro zum Einstieg.

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