02.10.2015 Markus Bußler

US-Arbeitsmarkt enttäuscht – DAX bricht ein – Gold und Euro springen an

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Gold
Trendthema

Die Spannung war groß vor dem Arbeitsmarktbericht in den USA. Die Zahlen, die um 14.30 Uhr veröffentlicht worden sind, waren allerdings eine Enttäuschung. Dax und Co gingen umgehend in die Knie. Die Edelmetalle und der Euro zogen dagegen kräftig an.

Lediglich 142.000 neue Stellen schuf die US-Wirtschaft im Monat September. Deutlich weniger als erwartet. Die Arbeitslosenquote blieb mit 5,1 Prozent konstant. Gerechnet hatten die Volkswirte mit 201.000 neuen Stellen. Offensichtlich war das aber zu optimistisch. Der Arbeitsmarkt hatte sich schon im August nicht mehr ganz so stark entwickelt, wie eigentlich erwartet. Die Arbeitslosenquote liegt allerdings nach wie vor bei 5,1 Prozent und damit auf einem niedrigen Niveau. Die Krux dabei: Die Arbeitslosenquote ist ein eher nachlaufender Indikator.

Die US-Börsen reagierten mit deutlichen Verlusten. Der DAX hat seine Tagesgewinne vollständig abgegeben und rutschte sogar in den roten Bereich. Profitiert haben die Edelmetalle: Sowohl Gold als auch Silber konnten deutlich zulegen. Offensichtlich rechnen Anleger jetzt nicht mehr damit, dass es kurzfristig zu einer Zinsanhebung kommen wird.

Der Euro schoß nach Veröffentlichung der Daten kräftig in die Höhe auf gut 1,13 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,1160 Dollar festgelegt.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Luxemburger VP Bank, sprach in einer ersten Reaktion von einer deutlichen Enttäuschung. "Es scheint so, dass der starke US-Dollar zusammen mit dem niedrigen Ölpreis das Verarbeitende Gewerbe der USA hart trifft. Das aktuelle Zahlenmaterial für sich genommen spricht gegen eine Zinserhöhung im laufenden Jahr." Bislang waren viele Beobachter davon ausgegangen, dass im Dezember die Zinsen zum ersten Mal seit der Finanz- und Wirtschaftskrise angehoben werden.

(Mit Material von dpa-AFX)